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Der US-amerikanische Bitcoin (BTC) Miner MARA Holdings hat erneut ein schwieriges Quartal hinter sich. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzrückgang und schrieb einen Verlust von über 1,3 Milliarden Dollar.
Zugleich fokussiert sich MARA zunehmend auf KI und Rechenzentren neben dem Bitcoin Mining. Damit folgt das Unternehmen einem breiteren Trend innerhalb des amerikanischen Mining-Sektors, wo mehrere Akteure auf zusätzliche Einnahmequellen außerhalb von Krypto setzen.
Der Quartalsumsatz belief sich auf 174,6 Millionen Dollar, ein Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit blieb das Unternehmen unter den Erwartungen von Wall Street. Auch der Verlust pro Aktie fiel höher aus als angenommen. MARA meldete einen Verlust von 3,31 Dollar pro Aktie, während Analysten mit einem Verlust von 2,20 Dollar pro Aktie rechneten.
Die Anleger reagierten prompt. Die MARA-Aktie verlor gestern Abend nach Börsenschluss über 3 Prozent im Handel. Damit gingen die vorherigen Kursgewinne des Tages nahezu vollständig verloren.

Laut dem Unternehmen ist ein großer Teil des Verlustes auf den niedrigeren Bitcoin Kurs im ersten Quartal zurückzuführen. MARA besitzt fast 38.700 Bitcoin in den eigenen Reserven. Da Bitcoin in diesem Zeitraum um 23 Prozent an Wert verlor, musste das Unternehmen erhebliche Buchverluste hinnehmen.
Zudem verkaufte MARA Ende März über 15.100 Bitcoin, was rund 1,1 Milliarden Dollar einbrachte. Dieses Geld wurde für Betriebskosten und Investitionen verwendet.
Trotz der enttäuschenden Zahlen bleibt Bitcoin Mining laut MARA die „operative Basis“ des Unternehmens. Gleichzeitig rückt der Fokus immer mehr auf KI und High Performance Computing.
„Unsere Strategie besteht darin, neue Infrastrukturen mit bestehenden Bitcoin Mining-Standorten zu kombinieren“, schreibt das Unternehmen. „So können wir jetzt Einnahmen durch Bitcoin Mining erzielen und später dieselben Standorte für KI und kritische IT-Anwendungen nutzen.“
Dafür arbeitet MARA mit dem Investor Starwood Capital Group zusammen, um bestehende Mining-Standorte in KI-Rechenzentren umzuwandeln. Außerdem übernahm es kürzlich Long Ridge Energy & Power für 1,5 Milliarden Dollar.
Laut MARA könnte dieser Standort letztendlich 600 Megawatt an KI-Kapazität unterstützen. Etwa 90 Prozent der eigenen Mining-Kapazität könnten zudem in KI- und IT-Anwendungen umgewandelt werden.
Die Bedingungen für Bitcoin Miner bleiben unterdessen schwierig. Der Bitcoin Kurs liegt noch immer deutlich unter dem Rekordstand von 126.080 Dollar. Zugleich ist die Mining Difficulty im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent gestiegen, wodurch Miner mehr Rechenleistung benötigen, um neue Blöcke zu verarbeiten.
MARA verlor dadurch auch an Boden gegenüber Konkurrenten, die schneller auf KI umgestellt haben. Das Unternehmen fiel von der größten Bitcoin Miner nach Marktwert auf den siebten Platz zurück.
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