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Der Bitcoin-Kurs (BTC) fiel in der vergangenen Woche kurzzeitig unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 Dollar. Inzwischen hat sich die größte Kryptowährung wieder auf rund 60.300 Dollar erholt, doch die Stimmung am Markt bleibt angeschlagen. Bitcoin steuert weiterhin auf das zweite Verlustquartal in Folge zu – ein Szenario, das es in der Geschichte der Kryptowährung erst zweimal gegeben hat.

Zwar konnte sich Bitcoin in den vergangenen Tagen etwas stabilisieren, viele Altcoins gerieten jedoch erneut stark unter Druck. Anleger blicken daher gespannt auf das dritte Quartal. Entscheidend wird sein, ob der Verkaufsdruck nachlässt oder ob sich die schwache erste Jahreshälfte fortsetzt.

Bitcoin und Altcoins beenden schwache Woche

Bitcoin rutschte in der vergangenen Woche kurzzeitig unter 60.000 Dollar, eroberte diese Marke aber rasch zurück. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der Kurs bei rund 60.300 Dollar. Auf Wochensicht liegt das Minus bei etwa sechs Prozent, während sich das zweite Quartal seinem Ende nähert.

Die Altcoins traf es erneut härter. Ethereum (ETH) verlor in der vergangenen Woche 8,5 Prozent und notiert bei rund 1.580 Dollar. Dogecoin (DOGE) fiel um 11,2 Prozent auf 0,073 Dollar, Hyperliquid (HYPE) gab 6,5 Prozent ab, XRP verlor 7,7 Prozent auf etwa 1,05 Dollar. Solana hielt sich mit einem Rückgang von zwei Prozent auf 72 Dollar vergleichsweise stabil.

Warum steht der Kryptomarkt unter Druck?

Die anhaltende Schwäche hat mehrere Ursachen. Anleger schichten zunehmend Kapital in Aktien von Chipherstellern und anderen Unternehmen um, die vom Boom rund um künstliche Intelligenz profitieren. Für risikoreichere Anlagen wie Krypto bleibt dadurch weniger Spielraum.

Hinzu kommt, dass aus den US-Spot-ETFs auf Bitcoin seit Wochen Kapital abfließt. Auch der starke US-Dollar und die zurückhaltende Zinspolitik der Federal Reserve belasten den Markt. Der Ausverkauf bei Technologiewerten Anfang der Woche verstärkte die Unsicherheit unter Anlegern zusätzlich.

Das derzeit wohl größte Problem betrifft jedoch Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor und mit großem Abstand der größte börsennotierte Bitcoin-Besitzer der Welt. Strategy kaufte jahrelang Bitcoin mit Kapital, das über Aktienemissionen aufgenommen wurde, darunter eine spezielle Aktie mit dem Namen STRC. Diese STRC-Aktie zahlt eine feste Dividende und sollte um die Marke von 100 Dollar gehandelt werden, ist in den vergangenen Wochen aber deutlich darunter gefallen. Für Strategy wird es dadurch schwieriger und teurer, frisches Kapital aufzunehmen. Das Finanzierungsmodell, mit dem das Unternehmen Bitcoin zukaufte, gerät ins Stocken.

Auch die Stammaktie von Strategy, die unter dem Kürzel MSTR an der Börse gehandelt wird, geriet stark unter Druck und fiel auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Da Strategy lange Zeit ein großer und verlässlicher Käufer von Bitcoin war, fürchten Anleger, dass dem Markt nun eine wichtige Stütze wegbricht. Dass diese Zweifel ausgerechnet mit den Abflüssen aus den ETFs zusammenfallen, erhöht die Unsicherheit zusätzlich.

Alle Augen richten sich auf das dritte Quartal

Mit dem nahenden Ende des zweiten Quartals verlagert sich der Fokus auf die kommenden Monate. Anleger hoffen vor allem, dass die Abflüsse aus den US-Bitcoin-ETFs nachlassen und institutionelle Investoren wieder aktiver werden. Kehrt diese Nachfrage zurück, könnte das dem Bitcoin-Kurs erneut Halt geben.

Auch die Entwicklungen rund um Strategy dürften in den kommenden Wochen genau beobachtet werden. Das Unternehmen gilt als der größte börsennotierte Bitcoin-Besitzer der Welt und war in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Käufer von BTC. Durch die Probleme rund um die Vorzugsaktie STRC und den Druck auf die MSTR-Aktie ist es für Strategy schwieriger geworden, neues Kapital für zusätzliche Bitcoin-Käufe aufzunehmen. Solange diese Lage anhält, könnte eine wichtige Nachfragequelle für Bitcoin ausfallen.

Gleichzeitig bleiben die makroökonomischen Rahmenbedingungen ein zentraler Faktor. Sollten die ETF-Abflüsse anhalten, der Dollar stark bleiben und die Federal Reserve an ihrer straffen Geldpolitik festhalten, könnte sich die schwache erste Jahreshälfte auch im dritten Quartal fortsetzen.

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