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Der Bitcoin (BTC) Kurs fiel gestern überraschend unter 83.000 US-Dollar. Was als scheinbar harmlose Korrektur begann, schlug rasch in Panik am Kryptomarkt um. Anleger sorgen sich sowohl über die geringe Liquidität als auch über eine mögliche Regeländerung bei einem großen Indexanbieter.
Am Wochenende schien zunächst wenig los zu sein. Doch als Asien erwachte, notierte der BTC Kurs plötzlich deutlich tiefer. Laut Experten lag das nicht an neuen Inflationsdaten oder Notenbanken, sondern am fragilen Zustand des Marktes selbst.
„Der Absturz unter 90.000 US-Dollar entstand, weil der Markt schlicht zu schwach war, um neue Schocks abzufedern“, sagt Farzam Ehsani, CEO der Krypto-Börse VALR. „Die Orderbücher waren leer. Schon eine kleine Verkaufswelle hat gereicht, um alles kippen zu lassen.“
Hinzu kommt zusätzlicher Druck durch MSCI, einen einflussreichen Indexanbieter. Dieser erwägt, Unternehmen aus seinen Indizes zu streichen, wenn sie große Mengen an Krypto-Assets in der Bilanz halten. Das könnte Kapital in Milliardenhöhe umschichten und neue Verkaufswellen auslösen.
Der Vorschlag betrifft Unternehmen, die zusammen mehr als 137 Milliarden US-Dollar in digitalen Vermögenswerten halten. Darunter fallen unter anderem Strategy, Marathon, Riot, Metaplanet und American Bitcoin. Gemeinsam besitzen sie rund fünf Prozent aller existierenden BTC – eine Neubewertung könnte daher das Marktgefühl unmittelbar beeinflussen.
Nach Einschätzung von Ehsani preist der Markt die mögliche Verkaufswelle durch Indexfonds bereits ein. Trader warnen, dass ein klarer Bruch der Unterstützung um 80.500 US-Dollar den Weg für eine tiefere Korrektur in Richtung 64.000 US-Dollar freimachen könnte.
„Wenn der Abwärtstrend anhält, ist es gut möglich, dass Bitcoin in die Zone zwischen 60.000 und 65.000 US-Dollar rutscht“, so Ehsani. „An diesem Punkt könnte das Interesse großer institutioneller Akteure deutlich zunehmen. Man denke an Wettbewerber von Strategy, die dann ihre Chance sehen, massiv einzusteigen.“
Der Rückgang des Bitcoin Kurses zog den restlichen Markt mit in die Tiefe. Große Coins wie Ethereum (ETH), XRP, Cardano (ADA), Solana (SOL) und BNB mussten deutliche Verluste hinnehmen.
Es gibt jedoch auch einen bemerkenswerten Lichtblick: Die XRP ETF verzeichnen weiterhin Kapitalzuflüsse. Allein gestern flossen fast 90 Millionen US-Dollar in diese Fonds, was auf anhaltendes Interesse institutioneller Investoren hindeutet.
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