Der Bitcoin-Kurs steht erneut unter Druck. Anleger sind verunsichert durch steigende Spannungen rund um Iran, schwache Technologiewerte und anhaltende Abflüsse aus US-amerikanischen ETFs. Bitcoin (BTC) fiel heute erneut unter 67.000 Dollar und befindet sich nun schon seit vier Wochen in einem Abwärtstrend.
Was als ruhige Korrektur begann, wird mittlerweile von vielen Anlegern als ernsthafte Vertrauensprobe für den Markt wahrgenommen.
Bitcoin-Kurs folgt schwachen Aktienmärkten
Der Bitcoin-Kurs sank um über drei Prozent auf etwa 66.700 Dollar. Damit entwickelt sich BTC immer mehr wie eine risikoreiche Technologieaktie. Sobald Anleger Risiken meiden, gerät auch Krypto unter Druck.
Nicht nur geopolitische Spannungen sind ausschlaggebend. Anleger überdenken ihre Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve, nachdem jüngste Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht wurden. Weniger schnelle Zinssenkungen bedeuten in der Regel weniger Liquidität, was risikoreiche Anlagen wie Krypto belastet.
Laut Marktexperten hat die Korrelation zwischen makroökonomischen Nachrichten und Krypto im vergangenen Jahr stark zugenommen. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu Importzöllen könnte ihrer Meinung nach sogar mehr Einfluss haben als die Protokolle der Zentralbank.
Abflüsse aus Bitcoin-ETFs und extreme Angst
Ein weiteres Problem ist der anhaltende Abfluss aus US-Spot-ETFs. Bereits die vierte Woche in Folge wurde netto Kapital aus diesen Fonds abgezogen. In der vergangenen Woche waren es Hunderte Millionen Dollar. Das belastet die Stimmung, zumal ETFs zuvor für Optimismus und Kapitalzuflüsse gesorgt hatten.
Auch der Fear and Greed Index steht tief im roten Bereich. Der Indikator signalisiert ‚extreme Angst‘ unter Anlegern. Das bedeutet, dass viele Marktteilnehmer vorsichtig sind oder sogar komplett abseits stehen.
Hält die Unterstützung bei 60.000 Dollar?
Die große Frage ist nun, wo der Boden liegt. Viele Analysten sehen 60.000 Dollar als wichtige Unterstützung. Dieses Niveau hat bei früheren Korrekturen gehalten und wird als psychologische Grenze betrachtet.
Dennoch gibt es auch Warnungen. Sollte die geopolitische Unruhe zunehmen oder die Aktienmärkte weiter abrutschen, könnte das Vertrauen schnell kippen. In diesem Szenario ist ein Rückgang in Richtung 50.000 Dollar nicht auszuschließen.
Vorerst scheint der Bitcoin-Kurs auf einen neuen Impuls zu warten. Bis dahin bleibt der Markt anfällig, was viele Anleger unmittelbar in ihrem Portfolio spüren.
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