Bitcoin (BTC) ist in weniger als zwei Wochen um über 15 Prozent gestiegen, doch in den letzten Tagen ist der Aufschwung ins Stocken geraten. Der Kurs stößt auf eine hartnäckige Verkaufsmauer und Analysten nennen drei zentrale Bedingungen für einen Durchbruch.
76.000 Dollar als entscheidende Marke
Am zweiten Tag des Monats fiel der Bitcoin-Kurs auf ein Tief von unter 66.000 Dollar, während diese Woche ein Hoch von 76.000 Dollar erreicht wurde. Die Entwicklung beschleunigte sich insbesondere, nachdem Donald Trump einen Waffenstillstand mit Iran verkündet hatte. Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen wächst zunehmend, da der US-Präsident gestern erklärte, Iran habe bereits fast allen Bedingungen zugestimmt.
Laut Analyst Crypto Patel ist 76.000 Dollar die entscheidende Marke. Er schrieb auf dem Social-Media-Plattform X, dass wir auf den höheren Zeitebenen, wie zum Beispiel dem Wochenkurs, einen Schlusskurs über diesem Niveau benötigen, um echtes Vertrauen aufzubauen.
Gelingt das, könnte der Kurs laut ihm in die Zone zwischen 84.000 und 96.000 Dollar aufsteigen. In diesem Bereich kauften Investoren in den vergangenen sechs Monaten über 2 Millionen Bitcoins, wie Daten von Glassnode zeigen.
Käufer müssen am Ruder bleiben
Die zweite Voraussetzung ist weniger offensichtlich, aber mindestens genauso wichtig. Auf dem Spotmarkt, wo echte Bitcoins direkt den Besitzer wechseln, muss der Kaufdruck anhalten.
Klingt logisch, aber in einem Bärenmarkt haben vor allem Verkäufer die Oberhand. In den vergangenen Monaten wechselten sich starke Handelstage mit kräftigen Gewinnmitnahmen ab, wodurch jeder Aufschwung schnell wieder abgestraft wurde.
Analysten beobachten hierfür den Bull Score Index von CryptoQuant, einen umfassenden Gesundheitsmesser, der fundamentale und technische Signale kombiniert. Der Indikator stieg am 15. April auf 40, den höchsten Stand seit Ende Oktober 2025, befindet sich aber immer noch im neutralen Bereich.

„Wenn sich der Indikator kontinuierlich verbessert, könnte dies auf eine mögliche Rückkehr des aufwärtsgerichteten Momentums hindeuten, insbesondere wenn in der kommenden Zeit höhere Niveaus zurückerobert werden“, schrieb CryptoQuant-Analyst Arab Chain. Erst ab einem Wert über 60 spricht er von echtem Optimismus.
ETF-Zuflüsse müssen anhalten
Die dritte Bedingung liegt bei der Wall Street. Die US-amerikanischen Spot Bitcoin-ETFs, börsengehandelte Fonds, die dem Bitcoin-Kurs folgen, zeigen seit Wochen ein wechselhaftes Muster von Zu- und Abflüssen. Dabei ging jede nachhaltige Rallye der letzten Jahre mit anhaltenden Zuflüssen einher.
In den letzten drei Tagen ist es den Fonds gelungen, neues Kapital anzuziehen, mit einem Gesamtzufluss von 623,6 Millionen Dollar. Auf dieser Seite findest du die aktuellen Entwicklungen.
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