Der Bitcoin-Kurs erreichte vorgestern noch ein Niveau von 93.000 US-Dollar, liegt jetzt jedoch mehrere tausend Dollar niedriger. So schnell kann es in diesem Markt gehen. Ein Grund für den Kursrückgang scheint unter anderem in den US-Inflationsdaten zu liegen, die höher ausfielen als erwartet.
Nicht nur Bitcoin im Abwärtstrend
Nicht nur Bitcoin verzeichnete Verluste, auch die US-amerikanischen Aktienmärkte hatten mit den gestrigen Entwicklungen zu kämpfen.

Am Mittwoch zeigte der Core CPI (Kerninflation), dass die Inflation mit 3,3 % weiterhin ein Problem für die US-Notenbank darstellt. Dies war jedoch größtenteils auf die Inflation im Wohnungssektor zurückzuführen, die im Monatsvergleich um +0,4 % stieg.
Wohnkosten machen etwa die Hälfte des Core CPI aus und haben daher ein großes Gewicht in diesem Index. Zudem wurde gestern der Produzentenpreisindex (PPI) mit 2,4 % veröffentlicht, während eine Rate von 2,3 % erwartet wurde.
Das reicht wahrscheinlich noch nicht aus, um die US-Notenbank im Dezember davon abzuhalten, die Zinsen weiter zu senken. Es sorgt jedoch für Unsicherheit über den Zinskurs im Jahr 2025.
Bitcoin als Schutz vor Inflation
Historisch gesehen profitiert Bitcoin von Inflation. Das heißt: Wenn die Wirtschaft mit Kapital (Liquidität) überflutet wird, fließt oft ein Teil davon in die digitale Währung.
Es bleibt jedoch fraglich, inwieweit die Regierung von Donald Trump einen positiven Einfluss auf Bitcoin haben wird. Viele gehen blind davon aus, dass Trump die Inflation anheizen wird, doch es ist ebenso möglich, dass er in bestimmten Bereichen drastisch einsparen wird.
Seine Politik scheint darauf abzuzielen, den US-Dollar zu stärken. Reuters berichtete beispielsweise, dass Trump beabsichtigt, eine Steuervergünstigung von 7.500 US-Dollar für Elektroautos abzuschaffen.
Infolgedessen fiel der Tesla-Kurs am 14. November um 5 %. Es bleibt abzuwarten, wie begeistert Elon Musk von dieser Idee Trumps ist. Gleichzeitig führen Elon Musk und Vivek Ramaswamy eine Regierungskommission zur Effizienzsteigerung an, die zahlreiche Ausgaben kürzen soll.
Dies könnte zu einer interessanten Dynamik zwischen dem US-Dollar und Bitcoin führen.
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