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Donald Trump hat sich am Montag auffällig zu seinem Schwenk hin zu Bitcoin (BTC) und Krypto geäußert. Bei einem Pressetermin im Weißen Haus sagte der US-Präsident, er sei inzwischen ein überzeugter Krypto-Anhänger – auch weil er gesehen habe, wie groß die Branche geworden sei und wie viel politische Unterstützung sie inzwischen mobilisiere.
Nach Trumps Darstellung ist Krypto zu wichtig geworden, um die Branche China zu überlassen.
Trump sagte, er habe sich der Kryptobranche zugewandt, weil die Vereinigten Staaten diesen Sektor nicht aus der Hand geben dürften. „Wenn wir es nicht machen, macht es China“, sagte er.
Damit stellt Trump Krypto erneut in den größeren Kontext geopolitischer Konkurrenz. Wie bei künstlicher Intelligenz, Chips und Energie will er verhindern, dass China in einem Bereich die Führung übernimmt, der aus seiner Sicht noch deutlich größer werden kann.
Trump räumte zudem ein, erst später erkannt zu haben, wie groß die Branche geworden ist. Als Geschäftsmann habe er nach eigener Aussage zunehmend gesehen, wie viel Kapital in Bitcoin und andere Kryptoprojekte fließt.
Der Präsident räumte außerdem ein, dass Politik bei seinem Kurswechsel eine Rolle spielte. Er habe bemerkt, dass viele Menschen der Kryptobranche positiv gegenüberstehen.
Das ist relevant, weil die Kryptobranche in den Vereinigten Staaten zu einem immer wichtigeren politischen Faktor geworden ist. Im Wahlkampf 2024 gab die Kryptolobby rund 170 Millionen Dollar aus, vor allem zur Unterstützung republikanischer Kandidaten.
Für Trump war Krypto damit nicht nur ein wirtschaftliches Thema, sondern auch eine Möglichkeit, eine einflussreiche Gruppe von Wählern und Geldgebern an sich zu binden.
Gleichzeitig bleibt seine Kryptopolitik heikel. Trump und seine Familie haben selbst geschäftliche Interessen in der Branche. Er und seine Söhne werden als Mitgründer von World Liberty Financial genannt, einer Kryptoplattform, die Trump laut Finanzoffenlegungen einen großen Teil seiner Krypto-Einnahmen eingebracht haben soll.
Trump sagt, er spreche darüber nicht mit seiner Familie und seine Unterstützung für Krypto sei keine persönliche Angelegenheit.
Kritiker dürften das kaum gelten lassen. Zumal unter seiner Regierung mehrere Ermittlungen und Verfahren gegen Kryptounternehmen eingestellt, zurückgezogen oder durch Vergleiche beendet wurden.
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