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Bitcoin (BTC) hat in dieser Woche kräftig zugelegt und näherte sich zeitweise der Marke von 80.000 Dollar. Damit ist die Zuversicht am Markt zurück, vereinzelt ist bereits von einem neuen Bullrun die Rede. Gerade in solchen Phasen bleibt ein nüchterner Blick wichtig.
Benjamin Cowen, ein bekannter Analyst, zählt zu den vorsichtigeren Stimmen. Für das vierte Quartal hält er sogar ein ausgesprochen pessimistisches Szenario für möglich.
Cowen hatte Anfang des Jahres prognostiziert, dass Bitcoin in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 einen Boden ausbilden und anschließend in eine Akkumulationsphase übergehen werde. Bislang scheint diese Einschätzung aufzugehen.
Am 1. Juli erklärte Cowen dann, aus seiner Sicht habe eine neue Akkumulationsphase begonnen. Seitdem ist Bitcoin nicht mehr auf ein neues Tief gefallen, der BTC-Kurs hat sich vielmehr deutlich erholt. Darauf verwies Cowen in dieser Woche erneut:
„Wer jetzt wieder meint, Recht behalten zu müssen: Ich erinnere daran, dass ich am 1. Juli, dem bisherigen Tiefpunkt, den Beginn der Akkumulationsphase bei Bitcoin ausgerufen habe.“
Die jüngste Rally verleiht seiner früheren Einschätzung vorerst zusätzliches Gewicht. Aus Sicht Cowens heißt das jedoch nicht, dass alle Risiken vom Tisch sind.
Cowen hält es für möglich, dass Bitcoin im vierten Quartal erneut unter Druck gerät. Dabei orientiert er sich an früheren US-Zwischenwahljahren wie 2014, 2018 und 2022.
Auch damals verzeichnete Bitcoin jeweils eine schwache erste Jahreshälfte, gefolgt von einer Phase der Stabilisierung. In einigen Fällen kam es gegen Jahresende dennoch zu einem letzten deutlichen Rücksetzer.
Cowen sieht deshalb bis Ende Oktober weiterhin ein Risikofenster. In einem sehr negativen Szenario könnte Bitcoin seiner Einschätzung nach sogar in Richtung 44.000 Dollar zurückfallen. Zugleich betont er, dass ein solcher erneuter Rückgang für seine übergeordnete Erwartung nicht zwingend erforderlich sei.

Auf die Frage, was passiere, falls es im vierten Quartal überhaupt nicht zu einem weiteren Rückgang komme, antwortete er knapp:
„Das Leben geht weiter.“
Damit macht er deutlich, dass ein solcher Rücksetzer keineswegs ausgemacht ist. Für die Zeit in Richtung 2027 erwartet Cowen weiterhin eine bessere Entwicklung von Bitcoin, unabhängig davon, ob es später in diesem Jahr noch zu einer letzten Korrektur kommt. Seine Botschaft bleibt jedoch klar: Für vorschnelle Euphorie ist es zu früh.
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