Bitcoin (BTC) hat einen Teil seiner nächtlichen Verluste wiedergutgemacht, nachdem ein wichtiges Arbeitsmarktbericht aus den USA veröffentlicht wurde. Die Zahlen fielen deutlich besser aus als erwartet, was überraschenderweise positive Auswirkungen auf Bitcoin und auch auf den Aktienmarkt hatte.
Durchgängig starke Zahlen
Bitcoin zeigt nach wie vor einen deutlichen Verlust. Doch der Kurs hat soeben einen Sprung von 66.800 auf 67.600 Dollar gemacht. Das ist immer noch 2,53 Prozent niedriger als die fast 69.000 Dollar vom Vortag.
Um 14:30 Uhr stieg der Bitcoin-Kurs an, nachdem das Bureau of Labor Statistics (BLS), eine unabhängige Statistikbehörde des US-Arbeitsministeriums, den Arbeitsmarktbericht für Januar herausbrachte.
Der US-Arbeitsmarkt hat im Januar 130.000 Arbeitsplätze geschaffen, deutlich mehr als die erwarteten 55.000. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent, während Ökonomen von 4,4 Prozent wie im Vormonat ausgingen.
Die Analysten von The Kobeissi Letter bezeichnen den Bericht als „deutlich stärker“ und sind überzeugt, dass die Zentralbank im nächsten Monat zum zweiten Mal in Folge die Zinsen unverändert lassen wird.
Auf der Vorhersageplattform Polymarket sank die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung von 18 Prozent auf 9 Prozent.
Für Investoren sind niedrigere Zinsen eine gute Nachricht. Kredite werden günstiger, was zu höheren Ausgaben und Investitionen führt.
Warum steigen Bitcoin und Aktien?
Warum steigen Bitcoin und auch die Futures der großen US-Aktienindizes nach diesem Bericht? Mit einer Arbeitslosenquote, die nun den zweiten Monat in Folge sinkt, rückt eine Rezession in den Hintergrund. Und damit verschwindet ein großes Risiko vom Markt.
Obwohl starke Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit schneller Zinssenkungen verringern, dominiert derzeit die Ansicht, dass die Wirtschaft stark genug ist, um höhere Zinsen zu verkraften. Ein stabiler Arbeitsmarkt bedeutet Kaufkraft, Ausgaben und Unternehmensgewinne, die erhalten bleiben.
Auf kurze Sicht wiegt dieses Vertrauen schwerer als die Angst vor länger anhaltend hohen Zinsen. Vertrauen ist letztlich der Treibstoff für risikoreiche Anlagen wie Bitcoin und Aktien.
Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts etwas gefallen. Und an der Wall Street sieht es danach aus, als ob der Handelstag zum dritten Mal in Folge mit deutlichen Gewinnen beginnt.
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