Bitcoin (BTC) stieg am Montag auf ein neues Rekordhoch von 126.000 Dollar. Dennoch warnt Analyst Tony ‘The Bull’ Severino, dass die eigentliche parabolische Phase noch auf sich warten lässt. Hinter den Kulissen ist der Markt nämlich auffallend ruhig – ein mögliches Vorzeichen für etwas Großes.
Bitcoin-Kurs bewegt sich in extrem enger Spanne
Nach Severinos Einschätzung befindet sich Bitcoin derzeit in einer ungewöhnlich ruhigen Phase. Die Volatilität ist historisch niedrig, was sich im Wochenchart klar zeigt: Die Bollinger-Bänder liegen so nah beieinander wie selten zuvor.
Was sind Bollinger-Bänder?
Die Bollinger-Bänder sind ein Instrument für Händler, um zu erkennen, ob sich ein Kurs stark oder kaum bewegt. Sie bestehen aus drei Linien: einer Mittellinie sowie zwei Bändern darüber und darunter. Stehen diese Bänder nahe beieinander, bedeutet das niedrige Volatilität. Liegen sie weit auseinander, bewegt sich der Kurs entsprechend stark.
Die aktuelle Entwicklung deutet auf eine Phase der Konsolidierung hin. Das klingt vielleicht seltsam, da wir am Montag erst ein neues Allzeithoch erreicht haben. Wer jedoch herauszoomt, sieht, dass Bitcoin seit Monaten zwischen 109.000 und 125.000 Dollar pendelt. Ein explosiver Durchbruch zu noch höheren Niveaus blieb zudem aus. Inzwischen ist BTC wieder etwas zurückgekommen und notiert derzeit knapp über 121.000 Dollar.
Der Ausbruch ist nur eine Frage von Tagen – oder Monaten
Der Analyst schreibt, dass solchen Phasen meist große Ausbrüche folgen. Er betont jedoch, dass noch unklar ist, ob die Bewegung nach oben oder nach unten erfolgt. In früheren Zyklen steckte der Kurs in ähnlichen Mustern teils über 100 Tage fest.
Für den Moment ist es laut Tony jedoch äußerst schwer vorherzusagen. Ein Ausbruch kann sich seiner Ansicht nach noch lange hinziehen – oder quasi sofort erfolgen. „Es kann 100 Tage dauern … oder morgen passieren“, schreibt er.
BTC gewinnt an Boden
Ob der Ausbruch nach oben oder unten geht, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Bitcoin zieht erneut Kapital von anderen Coins ab. Die Bitcoin-Dominanz steigt nämlich wieder. Die Dominanz gibt an, wie viel Prozent des gesamten Kryptomarkts auf Bitcoin entfallen – verglichen mit anderen Coins wie Ethereum (ETH), Solana (SOL) oder XRP.
Ende September fiel die Dominanz noch auf fast 57 Prozent. Das war eines der niedrigsten Niveaus seit Anfang dieses Jahres, als der Memecoin-Hype seinen Höhepunkt erreichte. Diese Hype-Phase sorgte vorübergehend für eine deutliche Verschiebung von Kapital zu Altcoins.
Inzwischen dreht sich die Stimmung. Die Dominanz von Bitcoin ist auf etwa 59,50 Prozent gestiegen. Das bedeutet, dass Bitcoin gegenüber dem Rest des Marktes wieder an Boden gutmacht. Es zeigt, dass Anleger derzeit lieber zur sichersten Option greifen.
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