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Die neuesten Inflationsdaten aus den USA führen zu einer bemerkenswert ruhigen Reaktion an den Finanzmärkten. Der sogenannte Core PCE, ein wichtiger Indikator für die amerikanische Zentralbank, entsprach genau den Erwartungen. Dennoch bleibt die Anspannung spürbar, nicht zuletzt aufgrund geopolitischer Unsicherheiten und einer abkühlenden Wirtschaft.
Der Core Personal Consumption Expenditures (PCE) Preisindex, der Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, stieg im März um 0,3 Prozent im Monatsvergleich. Auf Jahresbasis liegt die Inflation bei 3,2 Prozent.
Das entspricht genau den Erwartungen der Ökonomen. Für die Federal Reserve ist dies ein wichtiges Signal. Die Zentralbank nutzt diesen Maßstab als Leitfaden für ihre Zinspolitik.
Berücksichtigt man auch Energie und Lebensmittel, liegt die Inflation höher. Dann beträgt der Anstieg 0,7 Prozent im Monatsvergleich und 3,5 Prozent im Jahresvergleich. Besonders die steigenden Ölpreise spielen hierbei eine große Rolle, auch aufgrund des Konflikts mit Iran.
Neben den Inflationsdaten wurde auch bekannt, dass die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal um 2,0 Prozent gewachsen ist. Das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 0,5 Prozent Wachstum im Vorquartal.
Trotzdem liegt das Wachstum etwas unter den Erwartungen. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von etwa 2,2 Prozent gerechnet. Die Erholung scheint zudem teilweise temporär zu sein, unter anderem durch höhere Staatsausgaben.
Unterdessen werden die Verbraucher vorsichtiger. Das Wachstum der Konsumausgaben verliert an Schwung. Höhere Preise für Kraftstoff und tägliche Ausgaben belasten das Haushaltsbudget.
Da die Inflation genau den Erwartungen entspricht, bleiben große Überraschungen an den Märkten aus. Anleger sehen dies als Bestätigung, dass die Inflation zwar hoch bleibt, aber nicht weiter ansteigt.
Auffällig ist, dass der Bitcoin (BTC)-Kurs kaum Bewegung zeigt. Aus der Grafik geht hervor, dass BTC kurzfristig schwankte, letztlich aber bei 76.300 Dollar verharrt. Das unterstreicht die derzeitige Abwartehaltung des Marktes.
Anleger scheinen zunächst Klarheit über den Zinskurs der Federal Reserve zu wollen. Der Zins liegt derzeit in einer Bandbreite von 3,50 bis 3,75 Prozent und die Erwartung ist, dass er vorerst hoch bleibt.
Für Kryptowährungen bedeutet dies oft Gegenwind. Höhere Zinsen machen traditionelle Anlagen attraktiver. Gleichzeitig kann anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit jedoch auch wieder Interesse an alternativen Assets wie Bitcoin wecken.
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