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Der Markt geht lange davon aus, dass die vierjährigen Zyklen von Bitcoin mit den Halvings verknüpft sind, die alle vier Jahre die Blockbelohnung für Miner halbieren. Nun kommt von Pledditor, einem Analysten auf Twitter, eine interessante alternative Theorie. Laut Pledditor kann das zyklische Verhalten von Bitcoin durch die weltweite Geldmenge (M2 Money Supply) erklärt werden, die ihre eigenen vierjährigen Zyklen hat.
In seiner Grafik zeigt Pledditor die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und der weltweit vorhandenen Geldmenge. Was wir sehen, ist, dass der Bitcoin-Kurs tatsächlich gigantische Steigerungen erlebte, in den Momenten, in denen die weltweite Geldmenge signifikante prozentuale Zuwächse verzeichnete.

Wir sahen dies während des Bullruns von 2014, aber auch während der Bullruns von 2017 und 2021. Seit dem letzten Bullrun ist die Geldmenge sogar für eine Zeit gefallen (gegen Ende 2022), und in diesem Moment erreichte der Bitcoin-Kurs den Tiefpunkt von 15.500 Dollar im November.
Es scheint also stark darauf hinzudeuten, dass der Bitcoin-Kurs von der Politik der Zentralbanken abhängig ist; die derzeit das Wachstum der Geldmenge einzuschränken versuchen, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen.
Laut der Theorie von Pledditor sollten wir für den nächsten Bullrun also nicht auf das Halving warten, sondern auf den Moment, in dem die Zentralbanken die Geldpressen wieder auf Hochtouren laufen lassen.
Interessanterweise ist Pledditor nicht der Einzige mit dieser Theorie über den Verlauf des Bitcoin-Kurses. Auch der ehemalige Topbanker Raoul Pal deutete zuvor an, dass der Verlauf des Bitcoin-Kurses mit dem Wachstum der weltweiten Geldmenge verbunden ist.
Dennoch sind die Halvings laut dem populären Bitcoin-Autor Vijay Boyapati immer noch relevant für den Bitcoin-Kurs. In einem kürzlichen Podcast mit Stephan Livera erklärt er, warum das seiner Meinung nach der Fall ist.
Die Halvings sorgen laut Boyapati dafür, dass weniger Geld erforderlich ist, um die Marktkapitalisierung von Bitcoin auf demselben Niveau zu halten. „Nach den Halvings ist weniger finanzielle Energie erforderlich, um die Preise auf dem gleichen Niveau zu halten“, so Boyapati.
Die Moral der Geschichte ist, dass es schwierig ist, den Kursverlauf von Bitcoin auf ein einziges Narrativ zu reduzieren. Natürlich spielen die Halvings eine Rolle bei der Knappheit und damit im Kursverlauf von Bitcoin, aber auch die weltweite Geldmenge ist ein wichtiger Faktor.
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