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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ist auf rund 58.600 Dollar gefallen und damit unter die Spanne gerutscht, in der sich der Coin in den vergangenen Tagen bewegt hatte. Mehrere Analysten werten das als wichtiges technisches Signal. Die Konsolidierung, die zunächst noch als Ruhephase galt, droht nun in eine neue Abwärtsphase überzugehen. Offen ist, ob Käufer den Kurs rasch stabilisieren können oder ob eine größere Korrektur bevorsteht.
Bis Dienstag bewegte sich Bitcoin fünf Tage lang zwischen rund 59.000 und 60.000 Dollar. Inzwischen ist der Kurs unter die Untergrenze dieser Spanne gefallen. Damit steigt Analysten zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Abwärtstrend fortsetzt.

Dass Bitcoin über längere Zeit seitwärts läuft, ist für sich genommen nicht ungewöhnlich. Auch 2024 notierte der Coin monatelang zwischen rund 55.000 und 70.000 Dollar, bevor die nächste größere Bewegung folgte.
Nach Einschätzung von Alex Kuptsikevich, leitender Marktanalyst bei FxPro, ist die aktuelle Lage jedoch grundlegend anders. Der Bitcoin-Kurs liegt inzwischen sowohl unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt als auch unter dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Beide Indikatoren zeigen zudem nach unten, was in der Regel als Hinweis gilt, dass der Abwärtstrend noch nicht beendet ist.
Kuptsikevich hält die aktuelle Konsolidierung deshalb für riskant für die Bullen. Während die Konsolidierung im vergangenen Jahr in einem steigenden Markt entstand, vollzieht sie sich nun in einem Abwärtstrend. Sollte der Verkaufsdruck weiter zunehmen, sieht er 40.000 Dollar als nächstes wichtiges Ziel auf der Unterseite.
Auch Daten der Analyseplattform CryptoQuant zeichnen kein beruhigendes Bild. Analyst Darkfost sieht Hinweise darauf, dass langfristig orientierte Anleger beginnen, ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen, teils sogar mit Verlust. In früheren Marktzyklen markierte eine solche Phase häufig die letzte Schwächeperiode vor der Bildung eines neuen Bodens. Kurzfristig spricht sie jedoch vor allem für zunehmenden Verkaufsdruck.
Zudem bleibt die Nachfrage nach Bitcoin verhalten. Die Zahl der aktiven Adressen und Transaktionen bewegt sich seit einiger Zeit am unteren Ende der jüngsten Spanne. Das deutet darauf hin, dass neue Käufer vorerst abwarten.
Neben den technischen Signalen beeinflusst auch Strategy, das börsennotierte Unternehmen von Michael Saylor und der weltweit größte Bitcoin-Halter aus dem Unternehmenssektor, die Marktstimmung.
Die Aktie des Unternehmens ist in der vergangenen Woche deutlich unter Druck geraten. Gleichzeitig teilte Strategy mit, Bitcoin im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar verkaufen zu können, um die finanzielle Position zu stärken. Das widerspricht Saylors früherer Aussage, das Unternehmen werde seine Bitcoin „niemals verkaufen“.
Dass ein so großer Akteur Bitcoin auf den Markt bringen könnte, macht Anleger zusätzlich nervös.
Hinzu kommt, dass der US-Dollar zuletzt stärker geworden ist. Ein starker Dollar belastet risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin häufig. Während US-Aktien von der Zuversicht rund um Investitionen in künstliche Intelligenz profitieren, scheint Kapital vorerst aus dem Kryptomarkt abzufließen.
Nachdem der Bitcoin-Kurs unter die jüngste Konsolidierungszone gefallen ist, achten Händler vor allem darauf, ob der Verkaufsdruck weiter zunimmt. Kuptsikevich zufolge liegt bei rund 40.000 Dollar die nächste wichtige Unterstützung, falls sich der Rückgang fortsetzt.
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