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Anleger in Bitcoin sehen den Markt fürs Wochenende als einen Schlagabtausch zwischen Optimisten und Pessimisten. Die Stimmung unter Händlern ist stark gespalten: Einige erwarten einen Rückgang in Richtung 70.000 Dollar oder tiefer, während andere auf eine Erholung bis über 100.000 Dollar setzen.
Der Bitcoin-Kurs fiel am Donnerstag erstmals seit April unter 86.000 Dollar. Dennoch ist laut Daten der Analyseplattform Santiment das Stimmungsbild in den sozialen Medien bemerkenswert gemischt. Ein Teil der Händler rechnet mit weiteren Rückgängen in Richtung 20.000 bis 70.000 Dollar, während ebenso viele auf einen Anstieg auf 100.000 bis 130.000 Dollar setzen.
Im Vorfeld des Freitags nahm die Zahl der Gespräche über fallende Preise jedoch zu. Santiment erklärt, dass extrem pessimistische Erwartungen unter Privatanlegern häufig mit lokalen Tiefs einhergehen. „Preise bewegen sich meist entgegen den Vorhersagen der Masse“, so die Plattform.
Laut Analyst Nic Puckrin von The Coin Bureau wird Bitcoin derzeit durch widersprüchliche Signale „in verschiedene Richtungen gezogen“. Einerseits dämpfen die sinkenden Chancen auf eine Zinssenkung im Dezember den Optimismus. Andererseits lässt das starke Quartalsupdate des Chipkonzerns Nvidia Befürchtungen über eine mögliche KI-Blase etwas in den Hintergrund treten.
Hält die positive Stimmung an, könnte Bitcoin laut Puckrin in Richtung des nächsten Widerstands bei rund 107.500 Dollar anziehen.
Die allgemeine Marktlage bleibt jedoch angespannt. Analystin Rachael Lucas von der australischen Handelsplattform BTC Markets verweist darauf, dass Momentum, Kapitalzuflüsse und Handelsvolumen allesamt zurückgehen. Das deute ihrer Ansicht nach auf eine deutliche Eintrübung der Stimmung hin. Der Crypto Fear & Greed Index steht bei 14 – ein Niveau, das als extreme Angst gilt –, wenn auch etwas höher als die 11 vom Donnerstag.

Lucas betont, dass extreme Angst Chancen bieten kann, das Timing jedoch entscheidend bleibt. „Ob dies der Beginn einer tieferen Korrektur ist oder vielmehr eine Vorbereitung auf eine Erholung, hängt in den kommenden Wochen von Liquidität, Regulierung und institutionellen Zuflüssen ab“, sagt sie.
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