Der Bitcoin-Kurs ist an diesem Wochenende unter 68.000 Dollar gefallen. Innerhalb von 24 Stunden verlor die Coin über 3 %, nachdem sie zu Beginn der Woche fast 74.000 Dollar erreicht hatte. Der Rückgang fällt mit dem stärksten wöchentlichen Anstieg des US-Dollars seit einem Jahr zusammen. Geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise treiben Anleger in den US-Dollar und weg von risikoreichen Anlagen.
Rückgänge auf breiter Front am Kryptomarkt
Bitcoin liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 67.960 Dollar. Auch der Rest des Marktes zeigt rote Zahlen: Ethereum verlor 4,4 %, Solana fiel um 4 % und Dogecoin sowie XRP sanken um 3 % bzw. 2,2 %.
Das Muster ist bekannt. In den letzten Monaten nimmt der Verkaufsdruck zum Wochenende hin fast immer zu, wodurch Kurse an den unteren Rand der Handelsspanne zurückfallen. Dennoch ist die Wochenbilanz weniger düster als es scheint: Bitcoin liegt immer noch 3,6 % höher als in der Vorwoche.
Starke Dollar belastet Kryptomarkt
Laut Analysten ist der starke Dollar der Hauptgrund für den Rückgang. Anleger suchen Sicherheit, da die Spannungen im Nahen Osten zunehmen und die Energiepreise steigen. Dies schürt Inflationsängste.
Nach Angaben von Björn Schmidtke, CEO von Aurelion, rechnen die Märkte inzwischen mit höheren Energiepreisen und hartnäckiger Inflation. Dies erschwert es der Federal Reserve, die Zinsen zu senken. Niedrigere Zinsen sind in der Regel vorteilhaft für risikoreiche Anlagen wie Krypto, weshalb der Markt unter Druck bleibt, solange diese ausbleiben.
43 % aller Bitcoin stehen im Verlust
Blockchain-Daten von Glassnode verdeutlichen, warum Kursanstiege schwer zu halten sind. Ungefähr 43 % des gesamten Bitcoin-Angebots stehen derzeit im Verlust. Anleger, die zuvor Verluste erlitten haben, verkaufen ihre Coins, sobald der Kurs wieder in die Nähe ihres Kaufniveaus steigt.
Das war vermutlich auch bei dem Anstieg auf 74.000 Dollar Anfang der Woche der Fall. Sobald der Kurs stieg, erhöhte sich der Verkaufsdruck von Investoren, die ihre Verluste begrenzen wollten.
Stablecoin-Zuflüsse geben Hoffnung
Es gibt auch ein positives Signal. Laut dem Analyseplattform Messari stieg der Nettozufluss von Stablecoins diese Woche um 415 % auf etwa 1,7 Milliarden Dollar. Stablecoins gelten als Kapital, das bereitsteht, um später in Krypto zu investieren.
Ob dieses Geld tatsächlich in Bitcoin fließt oder ob Anleger auf niedrigere Preise warten, wird entscheidend für die nächste große Bewegung. Vorerst bewegt sich Bitcoin in einer breiten Spanne zwischen 68.000 und 74.000 Dollar ohne klare Richtung.
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