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Der Bitcoin (BTC) Kurs gerät erneut unter Druck, nachdem die USA heute deutlich höhere Erzeugerpreise veröffentlichten als erwartet. Kurz nach der Bekanntgabe fiel BTC in Richtung der 80.000-Dollar-Marke, während Anleger befürchten, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch halten muss.
Der sogenannte Producer Price Index (PPI), ein wichtiger Inflationsindikator für Produzenten, stieg im April um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten zuvor lediglich mit 0,5 Prozent gerechnet. Auf Jahresbasis stieg die Inflation auf sechs Prozent. Damit rückt der Inflationsdruck in den USA erneut in den Fokus.
Die Reaktion an den Finanzmärkten ließ nicht lange auf sich warten. Auf dem aktuellsten Chart ist zu sehen, dass der Bitcoin-Kurs stark in Richtung der wichtigen Unterstützungszone um 79.800 Dollar abfällt. Damit droht BTC erneut unter psychologisch wichtige Marken zu rutschen.

Die unerwartet hohe Produzenteninflation sorgt für Nervosität unter Anlegern. Höhere Inflation bedeutet, dass die Federal Reserve möglicherweise länger mit Zinssenkungen wartet. Das wirkt sich in der Regel negativ auf risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen und Aktien aus.
Besonders die enorme Steigerung der Energiepreise fiel im Bericht auf. Die Benzinpreise stiegen innerhalb eines Monats um 15,6 Prozent. Laut dem US Bureau of Labor Statistics war dies für mehr als 40 Prozent des gesamten Anstiegs der Erzeugerpreise verantwortlich. Auch Diesel, Kerosin und industrielle Chemikalien wurden deutlich teurer.
Laut verschiedenen Ökonomen spielt der Krieg mit Iran mittlerweile eine große Rolle bei der steigenden Inflation. Höhere Öl- und Gaspreise führen dazu, dass Unternehmen mehr für Transport, Produktion und Energie zahlen müssen. Diese Kosten werden letztlich häufig an die Verbraucher weitergegeben.
Der Anstieg des PPI war zudem der größte seit März 2022. Auch die Kerninflation, die Lebensmittel und Energie ausklammert, stieg weiter an. Das deutet darauf hin, dass der Preisdruck nicht nur auf den Energiesektor beschränkt ist.
Die Märkte rechnen daher mit einer aggressiveren Haltung der Federal Reserve. Höhere Zinsen machen den Dollar für Anleger attraktiver, üben jedoch in der Regel Druck auf den Kryptomarkt aus.
Technisch gesehen ist der Bereich um 79.000 bis 80.000 Dollar für Bitcoin jetzt besonders relevant. Auf dem Chart ist zu erkennen, dass Käufer zuvor mehrfach in dieser Zone aktiv wurden. Sollte BTC darunter schließen, befürchten Analysten eine größere Korrektur zu niedrigeren Niveaus.
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