Wie es Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, war 2025 ein äußerst starkes Jahr für Gold. So stark, dass Bitcoin (BTC) gegenüber dem Edelmetall um 50 Prozent gefallen ist. Das sogenannte BTC-Gold-Verhältnis sank von 40 auf 20 Unzen pro BTC.
Diese Verschiebung resultiert nicht aus einem dramatischen Einbruch der Kryptowährung, sondern aus außergewöhnlich starken Leistungen von Gold. Doch was treibt diese Nachfrage nach Gold genau an?
Gold übertrifft Krypto in einem Jahr hoher Zinsen und geopolitischer Unsicherheit
Gold verzeichnete 2025 einen Anstieg von 63 Prozent und durchbrach im vierten Quartal die Grenze von 4.000 Dollar pro Unze. Bemerkenswerterweise geschah dies in einer Phase anhaltend hoher Zinssätze in den USA. Die erste Zinssenkung durch die Federal Reserve erfolgte erst im September.
Trotz dieser Umstände wuchs die Nachfrage nach Gold. Zentralbanken kauften bis Oktober 254 Tonnen hinzu, wobei Polen mit einer Zunahme von 83 Tonnen als überraschend größter Käufer fungierte. Gleichzeitig stiegen die Bestände an Gold-ETFs in der ersten Hälfte des Jahres 2025 um 397 Tonnen, was im November zu einem Rekordniveau von 3.932 Tonnen führte.
Diese Entwicklungen deuten auf einen strukturellen Anstieg der Nachfrage nach Gold als Wertspeicher hin, unabhängig von den traditionellen Zinseffekten. Auch geopolitische Spannungen trugen zur Goldrally bei. Damit fungierte Gold vor allem als breitere Portfolioabsicherung und nicht nur als Schutz vor Inflation.
Schwächere ETF-Ströme und Gewinnmitnahmen belasten Bitcoin
Obwohl Bitcoin 2025 einen Kurs von über 100.000 Dollar erreichte, blieb die Rendite hinter Gold zurück. Bitcoin-ETFs zogen zunächst viel Kapital an, mit einem Höchststand des verwalteten Vermögens von 152 Milliarden Dollar im Juli. Danach folgte ein Rückgang auf 112 Milliarden Dollar, bedingt durch nachlassende Zuflüsse und Preisrückgänge.
Eine On-Chain-Analyse zeigt, dass langfristige Bitcoin-Halter ab Juli Gewinne von mehr als 1 Milliarde Dollar pro Tag realisierten. Im Oktober verkauften sie rund 300.000 BTC im Wert von 33 Milliarden Dollar. Insgesamt veräußerten Langzeithalter eine halbe Million BTC.
Obwohl in diesem Jahr Gold im Rampenlicht stand, schnitt auch Silber hervorragend ab. Mit einem aktuellen Kurs von 65 Dollar pro Unze befindet sich Silber derzeit auf einem Rekordhoch. In diesem Jahr stieg Silber bereits um 122 Prozent, was es sogar besser als Gold performen ließ.
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