Bitcoin (BTC) scheint den Mai mit einem soliden Preisanstieg von 11,6% abzuschließen. Der Kurs erreichte sogar ein neues Allzeithoch von $111.980. Das heizt die Spekulationen an, wie sich Bitcoin im Juni weiterentwickeln wird.
Bitcoin verschwindet von den Börsen
Laut Marktanalysten wird das Sentiment derzeit stark durch zunehmende Akkumulation bestimmt. Investoren ziehen massenhaft Bitcoin von den Börsen ab. Insgesamt wurden im letzten Monat über 66.000 BTC (mehr als $7,2 Milliarden) von Börsen zu privaten Wallets verschoben.

Das deutet auf Vertrauen in weitere Preissteigerungen hin. Die Bewegung resultiert teilweise aus FOMO unter neuen Investoren, aber auch aus dem Langzeitvertrauen in Bitcoin. Juan Pellicer, Forschungsdirektor beim Analyseplattform Sentora, sagt dazu: „Die Bereitschaft, Risiken einzugehen, wird durch eine lockernde Finanzumgebung unterstützt. Die Inflation sinkt, Zentralbanken denken wieder über Zinssenkungen nach und die globale Liquidität wächst.“
Die Kombination dieser makroökonomischen Faktoren spielt laut ihm eine große Rolle in den jüngsten Kursbewegungen von Bitcoin. Er sieht auch eine starke Korrelation mit dem S&P 500, was darauf hindeutet, dass Bitcoin sich mit den breiteren Finanzmärkten bewegt.
Positives Sentiment hält an
Auf der Blockchain sind Signale sichtbar, dass vor allem Kurzzeithalter derzeit erhebliche Gewinne auf Papier haben. Julio Moreno von CryptoQuant meint: „Im kurzfristigen Bild könnte die Gewinnmitnahme zunehmen. Der On-Chain-Gewinn vieler Händler nähert sich 40%, was oft einen Wendepunkt darstellt.“

Dennoch bleibt das allgemeine Momentum von Bitcoin stark. Der Kurs liegt derzeit bei rund $106.000 und testet den Widerstand bei $110.000. Wenn diese Grenze überzeugend durchbrochen wird, ist ein Sprung auf $115.000 gut möglich.
Damit scheint das Szenario von „Sell in May and go away“ vorerst nicht für Bitcoin zu gelten. Wie auf den Aktienmärkten dominiert das positive Sentiment weiterhin.
Sollte dennoch eine Korrektur folgen, dann gibt es ein starkes Unterstützungsniveau bei $102.734. Ein scharfer Rückgang scheint vorerst unwahrscheinlich, aber eine Konsolidierungsphase ist möglich.
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