Während sich der Bitcoin-Kurs derzeit um 84.000 Dollar bewegt und wir starke Rückgänge von den Allzeithochs bei 109.000 Dollar gesehen haben, bleibt der pseudonyme Analyst Chapo optimistisch. Auf der Grundlage eines bestimmten Indikators glaubt Chapo weiterhin an einen deutlich höheren Bitcoin-Kurs, was bedeutet, dass das Jahr 2025 noch von steigenden Preisen geprägt sein könnte.
Warum glaubt Chapo weiterhin an Bitcoin?
In seinem Tweet fordert Chapo die Menschen auf, Emotionen auszublenden und sich auf die Daten zu konzentrieren. Seiner Meinung nach ist es klar, dass Bitcoin seinen Höchststand in diesem Marktzyklus noch nicht erreicht hat.
Er stützt sich dabei auf den Market-Value-to-Realized-Value (MVRV)-Indikator, der misst, inwieweit ein Asset überbewertet ist oder nicht. Laut Chapo zeigt dieser Indikator, dass Bitcoin seine endgültige Spitze noch nicht erreicht hat.
„Ich erwarte in diesem Zyklus einen Höchstwert des MVRV-Indikators von 3,2, was bedeutet, dass wir 2025 ein weiteres bullisches Jahr haben werden, bevor der endgültige Höhepunkt erreicht wird“, so Chapo auf X.
Das letzte Mal, dass Bitcoin einen MVRV-Wert von 3,2 erreichte, war im April 2021. Damals stieg der Bitcoin-Kurs auf 58.253 Dollar, was einem Anstieg von etwa 101 % gegenüber den 28.993 Dollar zu Jahresbeginn entsprach.

„Wir sind noch nicht da“, kommentiert Chapo die obige Grafik. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der MVRV-Wert von Bitcoin bei 1,95. Basierend auf dieser Zahl kommt Chapo zu dem Schluss, dass der Bullenmarkt noch weitergehen muss.
Ist Chapos Analyse korrekt?
Es stellt sich die Frage, inwieweit Chapos Analyse zutrifft. Der MVRV-Indikator zeigt das Verhältnis zwischen dem Marktpreis und dem durchschnittlichen Kaufpreis aller Bitcoin an.
Der Marktwert (MV) wird berechnet, indem der aktuelle Bitcoin-Kurs mit der Gesamtzahl aller im Umlauf befindlichen Coins multipliziert wird. Der Realized Value (RV) hingegen berücksichtigt den Preis, zu dem alle Coins zuletzt auf der Blockchain die Adresse gewechselt haben, und summiert diese Werte auf.
Je höher der MV/RV-Wert ist, desto mehr virtuelle Gewinne existieren. In einem Bullenmarkt beginnen Anleger normalerweise bei einem MVRV-Wert von 3,0 mit dem Verkauf. Schließlich liegt die Marktbewertung dann dreimal höher als der Kaufpreis – ein attraktiver Moment, um Gewinne mitzunehmen.
Ab diesem Niveau wird es für Bitcoin immer schwieriger, weiter zu steigen, da der Verkaufsdruck zunimmt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Bullenmarkt zwingend diesen Wert erreichen muss. Es ist durchaus möglich, dass der Marktzyklus durch andere Umstände früher endet und Bitcoin nie einen MVRV-Wert von 3,0 erreicht. In dieser Hinsicht sind Chapos Aussagen nicht ganz korrekt.
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