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Der Bitcoin Kurs ist jüngst bis auf 80.000 Dollar gefallen – und laut Analysten haben wir damit sehr wahrscheinlich den Boden gesehen. Nach Einschätzung des pseudonymen Analysten Astronomer signalisiert der Chart von Bitcoin inzwischen eine Erholung der Digitalwährung.
In einer neuen Analyse schreibt Astronomer, dass die Wahrscheinlichkeit bei 91 Prozent liegt, dass Bitcoin seinen Boden gefunden hat. Das bedeutet, dass es äußerst wahrscheinlich ist, dass der Bitcoin Kurs auf Wochenschlussbasis nicht mehr unter das aktuelle Tief fällt.
Zugleich stellt er fest, dass viel Angst im Markt steckt. Viele Anleger wollen die aktuelle Preisentwicklung erst abwarten und sind der Meinung, der Bullenmarkt sei inzwischen vorbei. Astronomer will das jedoch noch nicht akzeptieren.
Der Bitcoin Kurs ist drei Wochen in Folge mit hohen Volumina gefallen. Nach seinen Berechnungen ist dies in der Kursgeschichte der Digitalwährung bereits 11-mal zuvor passiert.
In zwei Fällen legte Bitcoin danach um 35 Prozent zu, bevor der Abwärtstrend wieder einsetzte. In acht der 11 Fälle markierte dieses Muster jedoch den Beginn einer neuen Aufwärtsphase, die schließlich in neuen Allzeithochs endete.
Am Ende kommt er zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit bei 75 Prozent liegt, dass der Bullenmarkt von Bitcoin noch weitergeht.
Arthur Hayes, Marktanalyst und Gründer von BitMEX, rechnet damit, dass der Boden bei 80.000 Dollar für Bitcoin hält.
Er erwartet das unter anderem, weil die US-Notenbank ihr Quantitative Tightening, also das Schrumpfen der Bilanz, beendet und weil die Kreditvergabe der Banken in den Vereinigten Staaten wieder zunimmt.
Steigt die Liquidität an den Finanzmärkten, rechnet er auch mit einer Belebung der Kryptomärkte. Am Ende müsse sich jedoch vor allem die Stimmung aufhellen, um den Bitcoin Kurs wirklich nach oben zu tragen, so Hayes.
Schon bald dürfte Bitcoin wahrscheinlich wieder etwas Rückenwind von der US-Notenbank bekommen. Der Markt sieht inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 80,9 Prozent für eine Zinssenkung am 10. Dezember.

Die vergangenen Wochen waren ausgesprochen volatil, vor allem wegen der US-Notenbank. Eigentlich sollte sie für Stabilität sorgen – diesmal sorgte sie jedoch für Unsicherheit und heftige Kursschwankungen.
Das rief Kritik des Ökonomen Mohamed El-Erian hervor, der betont, dass Zentralbanken gerade für Sicherheit und Klarheit sorgen müssten. Das sei ihnen nicht gelungen, weil sie sich auf der Zinssitzung Ende Oktober sehr restriktiv gaben, während es nun so aussieht, als käme im Dezember doch eine Zinssenkung.
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