Das Handelsvolumen von Bitcoin (BTC) auf den Spotmärkten ist in den letzten Wochen erheblich zurückgegangen. Trotz eines leichten Kursanstiegs bei Bitcoin ist die Aktivität auf großen Krypto-Börsen auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2023 gefallen. Dies deutet auf ein nachlassendes Interesse der Anleger und eine fragilere Marktstruktur hin.
Laut Daten von Glassnode fiel das gesamte Spotvolumen am 29. April unter die Marke von 5 Milliarden Dollar. Das ist ein bemerkenswerter Rückgang, besonders da der Bitcoin-Kurs im gleichen Zeitraum eine gewisse Erholung zeigte. Die Zurückhaltung der Anleger scheint vor allem durch makroökonomische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen bedingt zu sein.
Deutliches Volumenminus bei großen Bitcoin-Börsen
Der Rückgang zeigt sich deutlich auf den größten Handelsplattformen. So verzeichnete Binance, die weltweit größte Krypto-Börse, einen Rückgang des Bitcoin-Handelsvolumens um fast 25 Milliarden Dollar innerhalb eines Monats. Auch andere große Plattformen wie Gate.io und OKX meldeten erhebliche Rückgänge von jeweils 13 Milliarden und 6 Milliarden Dollar.
Der Rückgang der Handelsaktivität bedeutet, dass weniger Liquidität im Markt vorhanden ist. Damit wird der Bitcoin-Kurs anfälliger für große Kauf- oder Verkaufsorders, da es weniger Gegenparteien gibt, um diese auszugleichen.
Bitcoin-Kurs durch geringe Liquidität besonders anfällig
Die Kombination aus niedrigen Volumina und jüngstem Verkaufsdruck durch institutionelle Anleger schafft eine fragile Situation. In den letzten Tagen haben insbesondere amerikanische Akteure, darunter ETF-Anbieter wie BlackRock, Gewinne mitgenommen oder ihre Positionen reduziert.
Zugleich fließen mehr Bitcoins in Richtung der Börsen, was oft auf Verkaufsabsichten hindeutet. In einem solchen Umfeld kann selbst eine relativ kleine Verschiebung von Angebot oder Nachfrage zu starken Kursbewegungen führen.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 75.000 Dollar und ist in den vergangenen sieben Tagen um fast fünf Prozent gesunken. Sollte der Verkaufsdruck anhalten und die Volumina weiterhin gering bleiben, könnte der Kurs im Mai weiter unter Druck geraten. Umgekehrt könnte eine Rückkehr der Nachfrage aufgrund der geringen Marktstärke zu schnellen Kursanstiegen führen.
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