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Die Kryptobörse Luno streicht weltweit rund 20 Prozent ihrer Stellen. Nach Angaben von CEO James Lanigan soll die Neuaufstellung das Unternehmen effizienter machen und stärker auf die aktuellen Marktbedingungen ausrichten.
Gleichzeitig verlagert Luno den Schwerpunkt auf institutionelle Kunden, Blockchain-Infrastruktur und regulierte Kryptodienstleistungen.
Luno gehört zur Digital Currency Group (DCG), einem der größten Investoren der Kryptobranche.
Mit der Neuaufstellung rückt Luno institutionelle Kunden stärker in den Fokus. Das Unternehmen will Banken, Fintechs und Telekommunikationsanbieter in die Lage versetzen, Kryptodienstleistungen unter eigener Marke anzubieten. Luno stellt dafür die technische Infrastruktur bereit, darunter Wallets, Liquidität und regulatorische Unterstützung.
Nach Darstellung von CEO James Lanigan passt der Stellenabbau zu dieser neuen Strategie. Luno habe im vergangenen Jahr deutlich in Automatisierung und effizientere Abläufe investiert, wodurch weniger Personal benötigt werde.
„Durch unsere Investitionen in Automatisierung und operative Verbesserungen brauchen wir weniger Menschen, um das Unternehmen effizient zu betreiben. Eine schlankere Organisation passt daher besser zur nächsten Phase von Luno,“ sagte Lanigan.
Luno zählt inzwischen rund 16 Millionen Nutzer, vor allem in Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum. Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit der südafrikanischen Discovery Bank zusammen und will im weiteren Jahresverlauf weitere Partner bekannt geben.
Neben dem Geschäft mit institutionellen Kunden will Luno eine größere Rolle in der Infrastruktur des Kryptomarkts übernehmen. Das Unternehmen ist Mitgründer von ZARU, einem Stablecoin, der durch den südafrikanischen Rand gedeckt ist. Langfristig will Luno ähnliche Stablecoin-Projekte in weiteren Schwellenländern aufbauen.
Zudem will das Unternehmen seine Blockchain-Infrastruktur nutzen, um internationale Zahlungen schneller, günstiger und einfacher zu machen.
Mit dieser Strategie folgt Luno einem breiteren Trend in der Kryptobranche. Wegen der geringeren Handelsaktivität und der anhaltenden Volatilität suchen immer mehr Kryptounternehmen nach stabileren Einnahmequellen. Dabei rücken institutionelle Dienstleistungen, Zahlungsverkehr und Finanzinfrastruktur zunehmend in den Vordergrund, statt ausschließlich der Handel mit Privatkunden.
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