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Das US-Unternehmen Strategy, bekannt als das größte Bitcoin (BTC) Treasury der Welt, kauft in rasantem Tempo neue Bitcoin auf. Innerhalb einer Woche erwarb das Unternehmen mehr Bitcoin, als Miner weltweit in sieben Wochen produzieren. Einige Marktbeobachter meinen, diese starke Nachfrage könnte den bekannten vierjährigen Bitcoin-Zyklus verändern.

Bitcoin-Käufe von Strategy beschleunigen sich im Jahr 2026

Strategy generierte kürzlich rund 1,18 Milliarden Dollar über den Verkauf von Anteilen, unter anderem durch das sogenannte STRC-Programm. Dieses Kapital wurde nahezu sofort zum Zukauf von Bitcoin verwendet.

Vergangene Woche erwarb das Unternehmen 22.337 BTC. Das entspricht etwa sieben Wochen neuer Bitcoin, basierend auf einem Durchschnitt von 450 BTC pro Tag.

Auch in der Woche davor wurde kräftig eingekauft. Zwischen dem 2. und 8. März erwarb Strategy weitere 17.994 BTC für etwa 1,28 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im vorherigen Bärenmarkt kaufte das Unternehmen insgesamt rund 8.100 Bitcoin für 276 Millionen Dollar.

STRC ist eine Form von Vorzugsaktien, mit der Strategy Kapital für neue Bitcoin-Käufe aufnimmt. Anleger erhalten dabei häufig eine feste Rendite, was in einem Bärenmarkt attraktiv sein kann, wenn Investoren verstärkt auf stabile Erträge setzen. Dadurch kann Strategy auch in schwächeren Marktphasen weiterhin Kapital sammeln, um damit Bitcoin zu beschaffen.

An Spitzentagen könnte die Nachfrage aus diesem Programm allein für Käufe von mehr als 4.000 BTC pro Tag verantwortlich gewesen sein. Das entspricht fast neun Tagen an neuem Mining-Angebot.

Verliert das Bitcoin Halving an Bedeutung?

Durch derartige Käufe entsteht eine neue Marktsituation. Unternehmen erwerben mittlerweile gemeinsam viel mehr Bitcoin, als Miner produzieren. Laut Daten von Bitcoin Treasuries liegt dieses Verhältnis bei etwa 2,8-mal dem neuen Angebot. Strategy allein könnte in manchen Perioden fast doppelt so viel Bitcoin kaufen, wie neu hinzukommt.

Dies wirft die Frage auf, ob das Halving noch der wichtigste Antrieb für den Bitcoin-Zyklus bleibt. Üblicherweise sorgt dieses Ereignis alle vier Jahre für eine Verknappung des neuen Bitcoin-Angebots auf dem Markt.

Der Effekt nimmt jedoch langsam ab. Die Belohnung für Miner halbiert sich zwar weiterhin, aber der Unterschied bei neuen Bitcoin wird relativ kleiner im Vergleich zum Gesamtangebot. Dennoch folgt der Bitcoin-Kurs bisher größtenteils dem bekannten vierjährigen Zyklus.

Laut Marktbeobachter Grain of Salt könnte sich das in Zukunft ändern. Wenn institutionelle Akteure strukturell mehr Bitcoin kaufen, als gemined werden, verschiebt sich der Fokus möglicherweise vom Halving hin zu den großen institutionellen Käufern.

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