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Bitcoin legte am Dienstag einen Anstieg von einigen Prozent hin, nachdem der Kurs am Montag noch bis auf 85.000 Dollar gefallen war. Parallel dazu stiegen auch die Abflüsse aus den Bitcoin-ETFs in den Vereinigten Staaten, nachdem die Nachfrage seit dem Crash vom 10. Oktober deutlich zurückgegangen ist. Haben Anleger vorerst genug von Bitcoin?
Nach Einschätzung des Marktanalysten Marcel Pechman ist es noch zu früh, um zu schlussfolgern, dass Anleger mit Bitcoin abgeschlossen haben und die Digitalwährung nicht mehr als Alternative zu Gold betrachten.
Das begründet er mit der untenstehenden Grafik, in der das untere Panel die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold zeigt. Diese ist derzeit leicht positiv, was bedeutet, dass sich beide Anlageklassen im Großen und Ganzen ähnlich entwickeln.

Allerdings sehen wir, dass diese Korrelation in den vergangenen Monaten recht unberechenbar und schwankend war. Auf dieser Basis lässt sich nicht ableiten, dass Anleger Gold und Bitcoin als vergleichbare Anlagewerte einstufen. Das spiegelt sich schlichtweg nicht in den Daten wider.
Darüber hinaus ist es laut Pechman verfrüht, aus der 10‑Wochen-Korrelation zwischen der Digitalwährung und Gold zu folgern, institutionelles Kapital würde Bitcoin ignorieren. Zumal Bitcoin den S&P 500 in den vergangenen 18 Monaten um 7 Prozentpunkte geschlagen hat.
Interessant ist, dass Anleger das Risikoprofil von Bitcoin ähnlich einschätzen wie das von Nvidia (NVDA), Broadcom (AVGO) und Tesla (TSLA).
So erreichte die implizite Volatilität von Bitcoin im November beispielsweise einen Höchststand von 53 Prozent. Das ist die von den Marktteilnehmern am Optionsmarkt erwartete Schwankungsbreite des Bitcoin-Kurses, also das Ausmaß, in dem sich der Kurs bewegen dürfte.

Dieser Wert liegt grob in einer ähnlichen Größenordnung wie bei Tesla. Steigen diese Prozentsätze – wie wir es im November gesehen haben –, erwarten Anleger entsprechend starke Kursbewegungen. In solchen Phasen bauen institutionelle Investoren häufig Risiko ab.
Das kann die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin erklären und muss nicht bedeuten, dass Investoren plötzlich das Vertrauen in Bitcoin verloren haben. Es kann sich schlicht um eine Phase handeln, in der Bitcoin weniger attraktiv ist, weil Anleger Risiko vom Tisch nehmen.
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