Der Bitcoin (BTC) Kurs machte gestern einen Sprung nach unten. Von einem Wert von fast 109.000 Dollar fiel er auf 105.500 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 3,2 Prozent. Der Pessimismus zeigte sich auch bei den amerikanischen Börsenfonds der größten Kryptowährung. Nach einer positiven Serie von 15 Handelstagen floss ein Mega-Betrag von Hunderten Millionen Dollar aus den Fonds.
BlackRock bleibt standhaft
Laut Daten von Farside flossen gestern 342,2 Millionen Dollar aus der Reihe der Bitcoin Spot Exchange-Traded Funds (ETFs). Es ist das schlechteste Ergebnis seit dem 30. Mai, als mehr als 600 Millionen aus den Produkten abgezogen wurden.
Der größte Abfluss wurde beim FBTC-Fonds von Fidelity verzeichnet, mit einer Gesamtsumme von 172,7 Millionen Dollar. Danach folgen ARK Invest und Bitwise, die jeweils Abflüsse von 27 und 23 Millionen Dollar verzeichneten. Die übrigen Fonds zeigten keine Zu- oder Abflüsse. Auch das größte Fonds, IBIT von BlackRock, blieb unversehrt.
Die positive Serie der letzten Wochen sorgte insgesamt für fast 5 Milliarden Dollar an Zufluss in die Fonds. Insbesondere BlackRock kam oft als großer Gewinner heraus. Insgesamt verwaltet es derzeit über 73 Milliarden Dollar. Fidelity und Grayscale folgen mit jeweils 21,3 und 19,5 Milliarden Dollar an Bitcoins.
Interessanterweise verzeichneten die Ethereum (ETH) ETFs gestern ein positives Ergebnis. Insgesamt flossen 40,7 Millionen Dollar ein. Der große Gewinner war wieder Blackrock. Sein ETHA Fonds wuchs um beachtliche 54,8 Millionen Dollar. Fidelity verzeichnete dabei einen erheblichen Verlust von 24,1 Millionen Dollar.
BTC schüttelt den Crash ab
Der Grund hinter dem BTC Crash hatte (wie so oft) mit der anhaltenden Unsicherheit über die US-Zinspolitik zu tun. Dies spielte im Vorfeld einer wichtigen Rede, die der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, gestern hielt.
Er sprach während des jährlichen Zentralbankenforums der Europäischen Zentralbank (EZB). Viele Anleger halten die Chance auf eine Zinssenkung kurzfristig für gering. Das liegt unter anderem an den günstigen Wirtschaftsdaten in den USA. An sich eine gute Nachricht, aber gleichzeitig bedeutet es, dass die Fed vorerst keinen Grund sieht, an den Zinsreglern zu drehen.
Der Rückgang war jedoch von kurzer Dauer. Der BTC Kurs erholte sich nach den Aussagen, die Powell im Kongress machte. Während seiner Rede erklärte er, dass es später im Jahr Spielraum für Zinssenkungen gibt. Er schloss sogar eine Senkung im Juli nicht aus, abhängig davon, wie die neuen wirtschaftlichen Daten aussehen werden.
Auch wurde das ‘Big Beautiful Bill’ von Trump vom Senat genehmigt. Dieses Gesetz sieht Milliarden an wirtschaftlicher Stimulierung vor, was den Inflationsdruck möglicherweise erhöht.
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