In den letzten Jahren hat sich Strategy vollständig auf Bitcoin (BTC) konzentriert und mit einem beispiellosen Kaufrausch sowohl Bewunderung als auch Kritik auf sich gezogen. Da der Bitcoin-Preis nun korrigiert, spürt Strategy den Schmerz. Die Aktie ist im Jahr 2025 bereits um 16 % gefallen, und Investoren fragen sich, wie nachhaltig diese Strategie langfristig ist.
Strategy unter Druck
Am 25. Februar fiel Bitcoin auf etwa 86.138 $, ein Niveau, das seit November 2024 nicht mehr erreicht wurde. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Aktienkurs von Strategy. Die Aktie verlor an diesem Tag mehr als 10 % und sank auf etwa 245 $. Seit dem Höchststand von 473 $ im November 2024 hat sich der Wert nahezu halbiert.
Quelle: Investing
Dieser starke Rückgang wirft erneut Fragen über die Machbarkeit von Strategy’s aggressiver Bitcoin-Strategie auf. Das Unternehmen setzt weiterhin auf zusätzliche Käufe, finanziert durch Kapitalerhöhungen und Anleiheemissionen. Die Abhängigkeit von externer Finanzierung könnte in einem ungünstigen Szenario zu Problemen führen, warnt das Marktforschungsinstitut The Kobeissi Letter.
Seit 2020 hat Strategy über 33 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert, zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 66.000 $ pro BTC. Die Finanzierung erfolgte teilweise durch Aktienemissionen und zu etwa 9,5 Milliarden Dollar durch wandelbare Anleihen.
Der Großteil dieser Schulden läuft mindestens bis 2027, sodass das Unternehmen kurzfristig nicht gezwungen ist, Bitcoin zu verkaufen. Laut The Kobeissi Letter müsste Bitcoin langfristig mehr als 50 % seines aktuellen Werts verlieren, bevor Strategy ernsthafte Probleme bekommt.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz des Kursrückgangs bleiben Analysten langfristig optimistisch. Benchmark erhöhte kürzlich das Kursziel für Strategy auf 650 $. Es wird erwartet, dass das Unternehmen weiterhin Kapital für zusätzliche Bitcoin-Käufe beschafft.
Ein wichtiges Argument für Optimismus ist Strategy’s Fokus auf die sogenannte Bitcoin Yield – das Verhältnis zwischen der Anzahl der gehaltenen Bitcoins und der Anzahl der ausstehenden Aktien. Laut Benchmark ist dies eine entscheidende Kennzahl für die finanzielle Performance des Unternehmens. Strategy strebt für 2025 eine Bitcoin Yield von 15 % an.
Strategy ist nicht das einzige Unternehmen, das unter den Bitcoin-Schwankungen leidet. Semler Scientific, das 2024 mit Bitcoin-Käufen begann, verzeichnete in diesem Jahr einen Aktienkursverlust von über 20 %. Dies zeigt, wie stark Unternehmen mit einer Bitcoin-basierten Strategie von der Kryptomarktvolatilität abhängig sind.
Dennoch hält Strategy an seinem Ansatz fest. Das Unternehmen plant, seinen Bitcoin-Bestand bis 2027 auf 42 Milliarden Dollar zu erweitern. Die große Frage ist, ob der Markt bereit ist, diese Expansion weiterhin zu finanzieren. Vorerst bleibt Strategy eines der prominentesten Beispiele für ein börsennotiertes Unternehmen, das vollständig auf Bitcoin setzt. Investoren müssen entscheiden, ob sie den Rückgang als Kaufgelegenheit sehen oder ob die Korrektur weitergeht.
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