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Der unter dem Pseudonym „Capital Flows” bekannte Analyst erwartet, dass sich die Finanzmärkte auf eine Phase wie im Jahr 2021 vorbereiten: Anleger wagen verstärkt den Schritt zu riskanteren Investments, die Liquidität nimmt zu und vor allem die spekulativeren Bereiche des Marktes könnten stark ansteigen. Sollte dieses Szenario eintreten, könnte auch Bitcoin (BTC) davon profitieren.
Der Gedanke dahinter ist nicht besonders kompliziert, aber dennoch bedeutend. Es geht um Geldströme, Zinsen und das Verhalten der Anleger.
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Dieser Auffassung zufolge deuten immer mehr Signale in Richtung einer Erholung. Die Unruhe an den Devisenmärkten lässt nach, Carry Trades ziehen wieder Kapital an und verschiedene Finanzindikatoren deuten darauf hin, dass Anleger zunehmend bereit sind, mehr Risiken einzugehen.
Im Klartext bedeutet das:
So ein Melt-up entsteht oft nicht, weil die Wirtschaft perfekt läuft, sondern weil Kapital auf der Suche nach Rendite ist.
Der Kern des Ganzen liegt in der sogenannten Realverzinsung. Das sind die Zinsen, die man nach Abzug der Inflation erhält. Wenn diese realen Zinsen negativ werden, verliert man tatsächlich Kaufkraft, indem man sein Geld sicher in Bargeld oder kurzfristigen Anleihen anlegt.

Genau hier sieht die Analyse von Capital Flows den entscheidenden Wendepunkt.
Wenn die realen Zinsen in den USA, Europa und möglicherweise auch anderen großen Volkswirtschaften in den Negativen Bereich rutschen, entsteht eine Situation, in der viele Anleger denken: Ich kann nicht mein Vermögen in Barbeständen halten, denn dann verliere ich reale Kaufkraft.

Der Bitcoin-Kurs profitiert in der Regel von Phasen, in denen:
Wenn sichere Anlagen wie Staatsanleihen oder Bargeld an Attraktivität verlieren, könnte ein Teil dieses Kapitals in Aktien, Tech-Titel und schließlich auch in Bitcoin fließen.
Die Überlegung ist also recht einfach:
Besonders interessant wird diese Sichtweise dadurch, dass nicht nur große Qualitätsunternehmen stark bleiben. Laut der Analyse erholen sich auch schwächere und spekulativere Unternehmen im Russell 3000 von ihren Tiefständen.
Das ist wichtig, denn in einem echten Bärenmarkt sieht man normalerweise das Gegenteil: Die schwächsten Unternehmen bleiben zurück und verlieren weiter an Boden. Wenn gerade dieser Marktbereich sich zu erholen beginnt, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass Anleger wieder bereit sind, Risiken einzugehen.
Ein weiteres Element dieser optimistischen Sichtweise ist die künstliche Intelligenz. Viel Kapital wird derzeit aggressiv in Rechenzentren und KI-Infrastruktur investiert. Zudem besteht die Vorstellung, dass OpenAI und Anthropic in diesem Jahr mit neuen Modellen und möglicherweise Börsengängen eine weitere Welle der Euphorie auslösen könnten.
Das ist relevant, weil solche Geschichten oft eine breitere spekulative Stimmung fördern. Im Jahr 2021 sahen wir ebenfalls, wie ein großes Thema den gesamten Markt nach oben ziehen konnte. Laut dieser Analyse könnte KI nun eine ähnliche Rolle spielen, wie es zuvor die Krypto-Währungen taten.
Aber Vorsicht: Dies ist ein „Risk-on“-Szenario
Das Szenario ist bullisch, aber auch fragil. Es funktioniert nur, solange:
Wenn die Inflation erneut stark anzieht oder die Zentralbanken doch aggressiver werden, könnte dieses Szenario schnell weniger überzeugend wirken.
Die Idee hinter dieser Analyse ist also, dass die Welt möglicherweise auf eine neue Phase zusteuert, die der von 2021 ähnelt, in der Kapital aus sicheren Häfen gedrängt wird und verstärkt auf der Suche nach Rendite ist. Wenn der Realzins negativ wird, könnte dies einen starken Kapitalfluss in risikoreichere Anlagen auslösen.
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