Die Bitcoin-Kurs scheint sich Schritt für Schritt von den enttäuschenden Wochen zu erholen, die hinter uns liegen. Viele Anleger hatten gehofft, dass der Einzug von Donald Trump ins Weiße Haus für neue Kursexplosionen sorgen würde, doch das Gegenteil ist der Fall. Bitcoin fiel mehrfach auf 92.000–94.000 Dollar, hat sich aber mittlerweile wieder auf 98.000 Dollar erholt.
Auch heute verzeichnet Bitcoin einen kleinen Anstieg von 1,08 %, doch wie sieht es eigentlich bei den Altcoins aus?
Altcoins stecken tief im Schlamm
Wer schon länger in der Kryptobranche unterwegs ist, kennt das Muster eines Bullenmarktes. Zuerst fließt Kapital in Bitcoin, dann sickert es langsam in Altcoins. Viele Analysten hatten erwartet, dass sich dieses Muster auch in diesem Zyklus wiederholen würde.
Doch was zeigt sich? Bislang bleibt Bitcoin der unangefochtene König, während Altcoins schwer zu kämpfen haben. Es fehlt an einer überzeugenden Erzählung, und die zahlreichen Memecoin-Skandale tragen nicht gerade dazu bei, die Stimmung rund um Altcoins zu verbessern.
Wenn selbst der Präsident Argentiniens nicht mehr vertrauenswürdig ist und Memecoins nutzt, um seinen Anhängern Geld aus der Tasche zu ziehen, dann scheint niemand mehr vertrauenswürdig zu sein. Immer mehr Menschen kehren Altcoins und Memecoins den Rücken und setzen stattdessen auf Bitcoin.
Dass XRP aktuell zu den besten Altcoins gehört – ein Projekt, das seine großen Versprechen bisher nicht wirklich erfüllen konnte – sagt viel über den aktuellen Zustand der Branche aus. Abseits von Bitcoin erinnert der Kryptomarkt derzeit stark an ein Casino.
Warum schlägt sich Bitcoin so gut?
Bitcoin schneidet in diesem Zyklus so gut ab, weil die digitale Währung immer mehr als Alternative zu Gold wahrgenommen wird. Ein Wertspeicher, den man innerhalb von zehn Minuten an das andere Ende der Welt schicken kann und dessen Knappheit sich leicht verifizieren lässt.
Dass Bitcoin eine starke Anlageklasse ist – auch im Vergleich zu Gold –, zeigt sich an den aktuellen Unsicherheiten rund um das Edelmetall in den USA.
In der Goldbranche gibt es derzeit Zweifel, ob die Vereinigten Staaten tatsächlich über die Goldreserven verfügen, die sie in Fort Knox angeben. Siehe zum Beispiel Bart Brands, der auf X genau diese Frage an seine Follower stellt:
Die Tatsache, dass wir uns diese Frage überhaupt stellen müssen und niemand die Antwort darauf kennt, spricht nicht unbedingt für Gold als Wertspeicher. Bei Bitcoin wäre das deutlich einfacher: Die US-Regierung müsste lediglich eine Adresse angeben, und jeder könnte nachsehen, ob die Bitcoin tatsächlich dort liegen.
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