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Der Bitcoin-Kurs bleibt bemerkenswert stabil auf hohem Niveau, jedoch ohne die Euphorie, die wir aus früheren Bullenmärkten kennen. Das wirft Fragen auf: Ist dies der Beginn eines neuen Bärenmarkts oder haben sich die Spielregeln diesmal grundlegend geändert?
Viele Analysten glauben, dass der aktuelle Bullenmarkt länger anhalten könnte als frühere Zyklen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass der Effekt der Bitcoin-Halving auf die Knappheit abnimmt. Die Menge an neuen Bitcoin (BTC) ist mittlerweile im Vergleich zum umlaufenden Angebot gering, sodass die Halving weniger Kurseinfluss hat als in der Vergangenheit.
Gleichzeitig ist die Nachfrageseite stärker denn je. Die Einführung von Spot-ETFs führte zu einem stetigen Kapitalzufluss sowohl von privaten als auch institutionellen Anlegern. Mittlerweile halten mehr als 200 Unternehmen zusammen über 1 Million BTC in ihren Bilanzen.
Auffällig ist auch, dass bisher keine „Blow-off-Top“ stattgefunden hat. In früheren Zyklen endete der Bullenmarkt mit einem plötzlichen Kursanstieg, gefolgt von einem starken Rückgang. Jetzt verläuft der Anstieg wesentlich allmählicher. Viele Analysten sehen dies als Zeichen dafür, dass sich der Markt noch nicht in der Endphase befindet.
Außerdem spielt die makroökonomische Lage eine größere Rolle. Die Weltwirtschaft bewegt sich langsamer als zuvor und die Märkte beobachten gespannt mögliche Veränderungen bei der Federal Reserve. Donald Trump deutete kürzlich Kevin Hassett als neuen Vorsitzenden an, einen Ökonomen, der für seine Vorliebe für eine lockere Geldpolitik bekannt ist. Wenn die Zinsen sinken, dürfte mehr Kapital für risikoreiche Anlagen wie Krypto verfügbar werden.
All diese Faktoren erwecken den Eindruck, dass der klassische vierjährige Bitcoin-Zyklus möglicherweise an Einfluss verliert. Einige Analysten glauben sogar, dass der aktuelle Bullenmarkt bis weit ins Jahr 2025 anhalten könnte, nur weil sich das Spielfeld so grundlegend verändert hat.
Dennoch gibt es auch Stimmen, die vor einer bevorstehenden Korrektur warnen. Diese Gruppe weist darauf hin, dass die aktuellen Kursbewegungen mit dem Timing früherer Spitzen im Zyklusmodell übereinstimmen. Ihrer Meinung nach ist der Höchststand bereits erreicht und wir stehen am Beginn eines neuen Bärenmarkts.
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