Bitcoin (BTC) bleibt unter dem Widerstandsniveau von 110.000 Dollar hängen. Dennoch scheint dies nur eine Frage der Zeit zu sein. Laut dem bekannten Analysten Satoshi Flipper wiederholt sich die Geschichte nämlich. Und das hat alles mit dem umstrittenen „Big Beautiful Bill“ zu tun, den Trump am 4. Juli unterzeichnen wird.
Neues Milliardengesetz nährt Bitcoin
Der Analyst weist auf Ende 2020 hin. Damals unterzeichnete Donald Trump ebenfalls ein Stimulusgesetz. Darauf folgte eine beispiellose Preisanstieg. Bitcoin stieg innerhalb von nur einer Woche um ganze 38 Prozent. Dass wir jetzt erneut einen starken Anstieg erwarten können, hat mit verschiedenen Faktoren zu tun.
Neues Milliardengesetz und Inflationsangst
Stimulusgesetze sorgen dafür, dass zusätzliches Geld in Umlauf kommt. Dies führt unter anderem zu Inflation. Anleger suchen dann nach Möglichkeiten, ihre Kaufkraft zu bewahren. Bitcoin wird dabei zunehmend als eine ‚Absicherung‘ gegen Inflation gesehen und kann gerade durch solche Impulse im Wert steigen. Man betrachte nur den jüngsten Zustrom von großen Unternehmen wie Strategy und Regierungen, die aus diesem Grund Positionen in der digitalen Währung nehmen.
Im Falle des Big Beautiful Bill handelt es sich um Milliardeninvestitionen im Wert von insgesamt zwischen 2,4 und 3,3 Billionen Dollar, verteilt über einen Zeitraum von zehn Jahren. Das bedeutet, dass die Staatsverschuldung weiter ansteigt. Mit einem Gesamtbetrag von fast 37 Billionen Dollar befindet sie sich bereits auf einem besorgniserregend hohen Niveau. Nicht umsonst steht das Gesetz auch unter heftiger Kritik.
So standen Elon Musk und Donald Trump in dieser Angelegenheit direkt gegenüber, und ihre Beziehung scheint endgültig zerbrochen zu sein. Musk bezeichnete den Gesetzesentwurf als „abscheuliches Ungeheuer“ und warnte auf X sogar: „Wenn dieses verrückte Gesetz verabschiedet wird, gründe ich morgen eine neue Partei.“
Steuerermäßigung und Investitionsdrang
Das Gesetz senkt auch die Steuern. Es geht um Hunderte von Milliarden Dollar, einschließlich einer Erhöhung des Standardabzugs und einer Senkung der Steuern auf Überstunden, Trinkgelder und Zinsen. Auch dies fördert Investitionen. Wenn Menschen und Unternehmen mehr Geld zur Verfügung haben, werden sie nach Möglichkeiten suchen, Rendite zu erzielen.
Perfekter Sturm?
Neben diesem Gesetz, das die Wirtschaft stimulieren soll, zeichnen sich auch andere positive makroökonomische Entwicklungen ab. So ließ der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) Jerome Powell kürzlich wissen, dass eine Zinssenkung im Juli nicht ausgeschlossen ist. Weitere Senkungen in diesem Jahr scheinen fast sicher. Niedrigere Zinsen machen das Leihen günstiger und erhöhen die Attraktivität von Investitionen in risikoreiche Vermögenswerte wie Aktien und Kryptowährungen.
Zudem nimmt die M2-Geldmenge zu. Dies ist ein Maßstab, der das gesamte Angebot an liquiden Mitteln darstellt. Je höher dieser ausfällt, desto mehr Geld fließt in der Regel in Anlagen. Dieser Indikator lief in der Vergangenheit oft einem Bullenmarkt voraus, und auch jetzt scheint sich die Geschichte zu wiederholen.
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