Die amerikanischen Behörden haben einen wichtigen Schlag im Kampf gegen die Cyberkriminalität gelandet. Sie beschlagnahmten 145 Domains und einen unbekannten Betrag an Kryptowährung von BidenCash, einem Darkweb-Marktplatz, der sich auf den Handel mit gestohlenen Kreditkartendaten und persönlichen Informationen spezialisierte.
BidenCash verdiente Millionen mit dem Verkauf gestohlener Daten
BidenCash wurde im März 2022 gegründet und entwickelte sich schnell zu einem berüchtigten Marktplatz im kriminellen Milieu. Mit mehr als 117.000 Nutzern erleichterte die Plattform den Verkauf von Millionen gestohlener Kreditkartennummern und kompromittierten Anmeldedaten. Nach Angaben amerikanischer Beamter erzeugte BidenCash mehr als 17 Millionen Dollar an Einnahmen.
Zwischen Oktober 2022 und Februar 2023 verteilte die Plattform sogar 3,3 Millionen gestohlene Kreditkartendaten kostenlos, um neue Nutzer anzuziehen und seine Bekanntheit unter Cyberkriminellen zu erhöhen.
Webseiten und Krypto beschlagnahmt
Das amerikanische Gericht genehmigte auch die Beschlagnahme der mit BidenCash verbundenen Kryptowährung, obwohl der genaue Betrag nicht freigegeben wurde. Die Domains der Plattform sind mittlerweile unter Kontrolle der Behörden, was bedeutet, dass die Infrastruktur von BidenCash demontiert wurde.
Die Operation wurde unter anderem von der amerikanischen Secret Service und dem FBI durchgeführt, als Teil einer breiteren Strategie zur Bekämpfung illegaler Finanznetzwerke im Dark Web.
USA intensivieren die Bekämpfung digitaler Kriminalität
Die Beschlagnahme von BidenCash folgt auf frühere großangelegte Operationen, wie die Operation RapTor. Diese Aktion führte früher in diesem Jahr zu 270 Festnahmen in zehn Ländern und der Beschlagnahme von 200 Millionen Dollar an Vermögenswerten, einschließlich erheblicher Mengen an Kryptowährung.
Nach dem Crypto Crime Report 2025 von TRM Labs erzeugten Darkweb-Marktplätze im Jahr 2024 mehr als 1,7 Milliarden Dollar an Einnahmen. Russischsprachige Marktplätze spielen dabei eine zentrale Rolle aufgrund des begrenzten Risikos einer Strafverfolgung durch russische Behörden.
Im März verhängten die USA Sanktionen gegen den Betreiber der Darkweb-Plattform Nemesis, wobei unter anderem 44 Bitcoin-Adressen und fünf Monero-Adressen betroffen waren. Diese Adressen sollen zusammen mehr als 850.000 Dollar wert sein.
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