Der amerikanische Finanzminister Scott Bessent hat sich vorsichtig optimistisch über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die kommerzielle Schifffahrt geäußert. Seiner Ansicht nach arbeiten die Vereinigten Staaten schrittweise an Lösungen, um das weltweite Öldefizit zu lindern.
USA streben Wiederherstellung der Kontrolle über die Seestraße an
In einem Interview mit Fox News erklärte Bessent, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über die Straße von Hormus wiedererlangen möchten. Ziel sei es, die freie Durchfahrt so schnell wie möglich wiederherzustellen, eventuell durch Begleitung der US-Marine oder eine internationale Eskortemission.
Seit Beginn des Konflikts mit Iran ist die strategische Seestraße weitgehend für den kommerziellen Verkehr geschlossen. Normalerweise passieren etwa zwanzig Prozent des weltweiten Öltransports diese Route.
Ölknappheit steigt auf Millionen Barrel pro Tag
Laut Bessent leidet der globale Ölmarkt derzeit unter einem Defizit von 10 bis 12 Millionen Barrel pro Tag. Dieses Defizit werde seiner Einschätzung nach schrittweise kleiner, bleibt jedoch vorerst ein wesentlicher Faktor hinter den steigenden Energiepreisen.
Ein Teil dieser Lücke wird durch die koordinierte Freigabe strategischer Ölreserven über die Internationale Energieagentur (IEA) gedeckt. Diese Maßnahme liefert etwa 4 Millionen Barrel pro Tag.
Weiterhin verwies Bessent auf eine Entscheidung der Trump-Regierung, die Sanktionen für russisches und iranisches Öl, das bereits unterwegs war, zu lockern. Ihm zufolge bringt dies keine zusätzlichen Einnahmen für diese Länder, da es sich um bereits früher verschiffte Ladungen handelt.
Houthi-Miliz vorerst ruhig im Roten Meer
Auf Fragen zu möglichen neuen Störungen im Roten Meer durch die von Iran unterstützte Houthi-Miliz versuchte Bessent, die Bedenken zu zerstreuen. Seiner Aussage nach sei es bislang überraschend ruhig geblieben, was Angriffe auf die Schifffahrt betrifft.
Vergangenen Samstag feuerten die Houthi zwar ballistische Raketen auf Israel ab, doch Bessent betonte, dass diese „gezielt auf Israel gerichtet“ gewesen seien. Daher erwartet er, dass die Lage im Roten Meer vorerst stabil bleibt.
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