Nachdem ein Allzeithoch von fast 124.500 Dollar im August erreicht wurde, scheint der Bitcoin (BTC) Kurs etwas zur Ruhe gekommen zu sein. Es mehren sich die Stimmen, dass der Höhepunkt bereits hinter uns liegt. Doch der belgische Investor und Analyst Tuur Demeester sieht das ganz anders. In einer neuen und umfassenden Analyse behauptet er, dass sich Bitcoin gerade mitten in einem historischen Bullenmarkt befindet.
Bitcoin Kurs befindet sich erst ‘mitten im Zyklus’
Laut Demeester befindet sich Bitcoin derzeit in einer Mid-Cycle-Phase. Es gibt noch keine Anzeichen für massive Hype oder Überhitzung. Seine Analyse zeigt, dass viele Langzeitinvestoren ihre Münzen festhalten. Auch On-Chain-Indikatoren wie der NUPL (Net Unrealized Profit/Loss), der die Differenz zwischen unrealisierten Gewinnen und Verlusten zeigt, bestätigen, dass Vertrauen vorhanden ist, jedoch noch keine Euphorie.
Selbst große Marktereignisse, wie die Auszahlungen von Mt. Gox und der Verkauf von 80.000 BTC im Juli 2025, hatten kaum Einfluss auf den Bitcoin Kurs. Demeester schließt daraus, dass die „Touristen“, Investoren, die erst auf dem Höhepunkt einer Hype einsteigen, noch nicht präsent sind.
In der Vergangenheit sahen wir, dass die Euphorie ihren Höhepunkt erreichte, sobald Kleinanleger massenhaft einstiegen. Sie kaufen oft auf dem Höhepunkt und sind meist auch die Ersten, die verkaufen, wenn der Markt zu fallen beginnt. Genau dieser Moment könnte das Signal für einen neuen Bärenmarkt sein.
ETF-Zuflüsse und Makroökonomie treiben BTC nach oben
Ein wichtiger Treiber hinter der aktuellen Rally sind die Zuflüsse in amerikanische Spot Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs). Große Akteure wie BlackRock, Fidelity und Ark haben im Jahr 2025 gemeinsam mehr als 1,4 Millionen BTC verwaltet. Tägliche Zuflüsse von Hunderten Millionen Dollar und wöchentliche Zuflüsse über 2 Milliarden Dollar bestätigen laut Demeester die institutionelle Adoption von Bitcoin als vollwertiges Asset.
Gleichzeitig verstärken globale wirtschaftliche Trends die Attraktivität von BTC. Regierungen kämpfen mit anhaltender Inflation (10 bis 15 Prozent pro Jahr), enormen Schulden und schwindendem Vertrauen in Fiatgeld.
Demeester weist auch auf das Aufkommen der amerikanischen ‘Strategic Bitcoin Reserve’ als eine wichtige Entwicklung hin. Im März unterzeichnete Trump ein neues Gesetz, das die Gründung dieser Reserve offiziell machte. Der Fonds verwaltet 198.000 BTC, die aus Beschlagnahmungen stammen und langfristig gehalten werden.
Bitcoin auf 500.000 Dollar? Oder sogar eine Million?
Auf Basis dieser Daten wagt der Analyst eine kühne Vorhersage: Ein Bitcoin Kurs von 500.000 Dollar ist seiner Meinung nach realistisch, er hält auch eine Million Dollar für möglich. Diese Erwartung basiert er auf historischen Kursmustern und dem Verhältnis zwischen Gold und Bitcoin.
In Gold ausgedrückt ist ein BTC derzeit so viel wert wie ein gutes Kilo Gold. Doch laut Demeester gibt es noch viel Raum für Wachstum im Vergleich zum Edelmetall. Er prognostiziert, dass Bitcoin letztendlich bis zum Wert von 11 Kilo Gold ansteigen könnte, was fast 1 Million Dollar pro BTC entspricht.
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