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Der Kurs von Bitcoin (BTC) könnte nach Einschätzung des chinesischen Miners Jiang Zhuoer noch deutlich unter Druck geraten, bevor die aktuelle Baisse ihren Boden erreicht. Der Gründer des Miningpools LeBit rechnet damit, dass Bitcoin zwischen Oktober und Dezember auf etwa 42.000 bis 44.000 US-Dollar fällt. Gegenüber dem aktuellen Niveau entspräche das einem Minus von rund 30 Prozent.
Seine Prognose stützt sich auf eine Kombination aus historischen Marktzyklen und einer auffälligen Kennzahl im Zusammenhang mit Strategy, dem börsennotierten Unternehmen mit dem weltweit größten Bitcoin-Bestand in Firmenhand.
Jiang blickt dabei weniger auf den Bitcoin-Kurs selbst als auf den sogenannten Market Net Asset Value (mNAV) von Strategy. Diese Kennzahl setzt den Börsenwert des Unternehmens ins Verhältnis zum Wert der von ihm gehaltenen Bitcoin-Bestände.
Jiang zufolge ist diese Kennzahl inzwischen auf 0,72 gefallen. Das bedeutet, dass Anleger Strategy derzeit niedriger bewerten als den Wert seiner Bitcoin-Bestände in der Bilanz. Nach dem jüngsten Kursrückgang ist die mNAV laut Daten von SaylorTracker sogar weiter auf 0,67 zurückgefallen, ein Niveau, das der in der vergangenen Baisse erreichten Talsohle noch näherkommt.
Damals folgte die endgültige Bodenbildung beim Bitcoin-Kurs rund sechs Monate später, als BTC im November 2022 auf etwa 15.500 US-Dollar fiel. Jiang hält es für möglich, dass der Markt erneut einem ähnlichen Muster folgt und der Boden deshalb erst Ende 2026 erreicht wird.
In der vergangenen Woche hatten einige Analysten Strategy bereits aufgefordert, neue Bitcoin-Käufe vorübergehend auszusetzen. Nach ihrer Einschätzung ist das Unternehmen inzwischen zu stark exponiert.
Neben der mNAV-Kennzahl nutzt Jiang auch ein Modell, das auf dem bekannten vierjährigen Bitcoin-Zyklus basiert. Dabei vergleicht er die Kursentwicklung mit einem springenden Ball. Jede neue Kursbewegung fällt kleiner aus, je stärker der gesamte Marktwert von Bitcoin wächst.
Auf Basis dieses Modells kommt er auf einen möglichen Boden bei etwa 44.016 US-Dollar um den 31. Oktober. Er betont allerdings selbst, dass sein Modell bei der zeitlichen Einordnung zuverlässiger ist als bei der exakten Kursprognose. Deshalb rechnet er zwischen Oktober und Dezember mit einer breiteren Spanne von 42.000 bis 44.000 US-Dollar.
Seine pessimistische Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Signale auf anhaltende Schwäche hindeuten. Marktanalysten verwiesen zuletzt etwa darauf, dass Bitcoin im Bereich des gleitenden 200-Wochen-Durchschnitts notiert, einem Niveau, das in früheren Zyklen häufig längeren Phasen der Kursschwäche vorausging. Auch die straffere Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve erhöht nach Einschätzung von Analysten den Druck auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
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