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In weiten Teilen Asiens scheint das Interesse an Krypto wieder zuzunehmen, doch wie schnell sich dieses Wachstum tatsächlich durchsetzt, hängt laut Experten vor allem von der Benutzerfreundlichkeit ab. Das geht aus einer neuen Analyse von Protocol Theory und CoinDesk hervor. Der Bericht wirft die Frage auf, ob die Region vor einem Durchbruch steht oder ob praktische Hürden das Wachstum vorerst weiter bremsen.
Die Forscher befragten mehr als 4.000 Erwachsene in zehn Ländern der Asien-Pazifik-Region. Alle Teilnehmer hatten Zugang zum Internet und waren bereits mit Krypto vertraut. In dieser Gruppe gab fast ein Viertel an, tatsächlich Krypto zu besitzen. Damit wächst die Adoption nur verhalten, auch wenn rund die Hälfte der informierten Erwachsenen angibt, innerhalb eines Jahres Krypto nutzen zu wollen.
Eine der auffälligsten Entwicklungen ist die Rolle von Stablecoins. In aufstrebenden Märkten der Region, etwa in Indien, den Philippinen und Thailand, geben fast 18 Prozent der internetnutzenden Erwachsenen an, Stablecoins zu verwenden. Laut den Autoren des Berichts liegt das vor allem daran, dass diese Kryptowährungen für internationale Transaktionen oft stabiler und praktischer sind als bestehende Alternativen.
Bemerkenswert ist, dass die Krypto-Adoption nicht direkt von Spekulation getrieben wird, sondern von mangelndem Zugang zu traditionellen Finanzdiensten. In mehreren Ländern der Region sind ein digitales Bankkonto oder grenzüberschreitende Zahlungen weniger selbstverständlich als etwa in Europa. Krypto bietet hier mitunter eine praktische Lösung.
Dennoch zeigt der Bericht, dass die Nutzung in der gesamten APAC-Region hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das liege unter anderem daran, so die Forscher, dass traditionelle Finanzdienste in vielen Ländern relativ benutzerfreundlich sind, während Wallets, Krypto-Börsen und Token-Transfers zusätzliche Schritte und technisches Know-how erfordern. Dadurch ist die Hürde insbesondere für neue Nutzer hoch.
Auch die Regulierung erweist sich als wichtiger Faktor. In aufstrebenden Volkswirtschaften wie den VAE, Indien und China sagen mehr als 70 Prozent der Befragten, dass klare Regeln essenziell sind. In Ländern mit reiferem Finanzsektor, etwa Japan und Singapur, hält weniger als die Hälfte Regulierung für ausschlaggebend. Laut dem Bericht zeigt das, dass Regulierung in jungen Märkten häufig als eine Form von Vertrauen dient.
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