Bitcoin (BTC) befindet sich derzeit in einem tiefen Tal. Der Bitcoin-Kurs erlebte gestern einen seiner blutigsten Tage seit langem, und auch die amerikanischen Bitcoin Spot Exchange-Traded Funds (ETFs) wurden gestern von einer enormen Kapitalflucht heimgesucht. Gestern verloren die Börsenprodukte zum siebten Handelstag in Folge Geld, was eine auffallend negative Serie markiert.
$174,5 Millionen BTC ETF-Abfluss
Daten von Farside Investors zeigen, dass die im Januar eingeführten Bitcoin-ETFs gestern gemeinsam um $174,5 Millionen geschrumpft sind.
Kein einziges Fonds konnte einen Nettomittelzufluss verzeichnen. BlackRock, Bitwise, Valkyrie und Hashdex hatten dagegen einen Zufluss von $0, was bedeutet, dass die Geldströme nicht signifikant waren.
Das Grayscale GBTC-Fonds war gestern mit Abstand der größte Verlierer, mit einem Nettoabfluss von $90,4 Millionen. Es war der schlechteste Handelstag für den Krypto-Vermögensverwalter seit dem 11. Juni. Fidelity’s FBTC belegt den zweiten Platz mit einem Verlust von $35,2 Millionen.
Die Geldströme zu den Fonds sind logischerweise stark mit dem zugrunde liegenden Bitcoin-Kurs korreliert. Seit mehr als zwei Wochen schneiden beide unterdurchschnittlich ab, was die Stimmung auf dem Kryptomarkt stark beeinträchtigt hat.
Die Bitcoin-Fonds haben seit dem 10. Juni nur einen positiven Handelstag erlebt. Dies war am Mittwoch, dem 12. Juni, als die Fonds insgesamt $100,8 Millionen willkommen hießen. Die anderen Handelstage wurden allesamt im roten Bereich abgeschlossen. Im Durchschnitt haben die Fonds seit dem 10. Juni täglich $130 Millionen an Kapital verloren.
Bitcoin-Sentiment fällt auf neuen Tiefpunkt
Das Sentiment auf dem Bitcoin-Markt ist derzeit miserabel. Der Bitcoin-Kurs ist gestern um mehr als 7 % auf unter $59.000 abgestürzt, was das Vertrauen der Investoren stark erschüttert hat.
Früher heute konnte man sogar lesen, dass der berühmte Fear & Greed Index um satte 22 Punkte auf den niedrigsten Stand seit Januar 2023 gefallen ist. Der Index liegt derzeit bei einem Wert von 30, wodurch er sich in den unteren Regionen der „Angst“-Zone befindet.
Der Bitcoin-Absturz ist größtenteils auf die insolvente Kryptobörse Mt. Gox zurückzuführen, die nach zehn Jahren endlich ihre mehr als 140.000 wiedergefundenen Bitcoins an ehemalige Kunden übergeben wird. Ab Anfang Juli wird der Rückzahlungsprozess in Gang gesetzt, was theoretisch zu einem enormen Verkaufsdruck führen könnte.
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