Der Vorstandsvorsitzende des Vermögensverwalters VanEck denkt, dass Banken innerhalb eines Jahres ihre Systeme anpassen müssen, um Transaktionen mit stablecoins zu ermöglichen. Tun sie das nicht, riskieren sie seiner Meinung nach den Anschluss zu verlieren. Aber ist Ethereum (ETH) tatsächlich die Blockchain, auf der künftig der internationale Finanzverkehr abgewickelt wird?
Ethereum wird als vielversprechender Akteur genannt
Jan van Eck, CEO von VanEck, sprach gestern mit dem amerikanischen Sender Fox Business. Dabei sagte er, dass Banken und Finanzdienstleister nicht um die Blockchain-Technologie herumkommen. „Es ist ganz einfach. Durch stablecoins wird bald jede Bank eine Möglichkeit brauchen, diese digitalen Dollar zu akzeptieren,“ so van Eck.
Laut ihm ist Ethereum der logischste Kandidat. „Ich nenne es den Wall Street-Token.“ Der Gewinner wird die Blockchain sein, auf der Unternehmen bauen wollen. Und das ist Ethereum oder eine Variante, die derselben Methodologie folgt.“
Der Aufstieg von stablecoins erhält auch Unterstützung aus der Politik. Letzten Monat unterzeichnete Präsident Donald Trump den sogenannten Genius Act, das erste Bundesgesetz, das sich ausschließlich auf Zahlungs-stablecoins konzentriert. Inzwischen ist der weltweite Gesamtbestand an stablecoins auf über 280 Milliarden Dollar gestiegen.
Eine Studie der Plattform Fireblocks zeigt zudem, dass 90 Prozent der großen Finanzinstitutionen den Einsatz von stablecoins untersuchen. „Keine Bank will sagen: Schick mir diesen digitalen Dollar nicht,“ warnte van Eck.
Eric Trump: Banken verschwinden ohne Krypto
Der VanEck-Vorstandsvorsitzende sieht eine klare Frist: „Unternehmen müssen Technologie einsetzen, um Transaktionen mit stablecoins zu ermöglichen. Tun sie das nicht, werden Kunden automatisch zu einem anderen Anbieter wechseln, der es kann.“
Zuvor sagte Eric Trump, Sohn des amerikanischen Präsidenten und Vizepräsident der Trump Organization, dass Banken sogar vollständig verschwinden werden, wenn sie Krypto nicht annehmen.
Der Kurs von Ether erreichte letzten Sonntag noch ein Rekord von 4946 Dollar. Mittlerweile ist die Münze etwas zurückgegangen und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 4582 Dollar, ein Anstieg von 1,6 Prozent in den letzten 24 Stunden.
Immer mehr Unternehmen fügen Ether zu ihrer Schatzkammer hinzu. Allein im letzten Monat kauften Unternehmen für über 6 Milliarden Dollar ETH. So erweiterte Bitmine Immersion Technologies seine Position kürzlich um 1,7 Milliarden Dollar, wodurch das Gesamtvolumen fast 7 Milliarden Dollar erreicht. Damit festigt Ethereum seine Rolle als bevorzugte Blockchain im Finanzsektor.
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