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Hyundai nutzt Blockchain-Technologie künftig für internationale Zahlungen zwischen eigenen Gesellschaften. Der südkoreanische Autobauer setzt dafür auf ein stablecoinbasiertes System auf der Avalanche-(AVAX)-Blockchain. Damit ist Hyundai der erste große Konzern aus Südkorea, der diese Technologie tatsächlich im Treasury Management einsetzt.
Nach Angaben von Ava Labs, dem Unternehmen hinter Avalanche, handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Test. Die erste Zahlung wurde bereits erfolgreich abgewickelt.
Die erste Transaktion erfolgte zwischen Hyundai Motor America und Hyundai Motor Mexico. Dabei wurden 20.000 US-Dollar aus den Vereinigten Staaten überwiesen.
Der Betrag wurde zunächst in den Stablecoin USDT umgewandelt. Anschließend lief die Zahlung über die Avalanche-Blockchain, bevor das Geld in Mexiko wieder in US-Dollar getauscht wurde.
Für Justin Kim, APAC-Chef bei Ava Labs, ist das erst der Anfang.
Es handle sich um einen konkreten Einsatz im Treasury Management und nicht um eine Testumgebung.
Hyundai will das System in den kommenden Monaten auf weitere Länder und verschiedene lokale Währungen ausweiten. Der Konzern will damit prüfen, wie Blockchain in größerem Maßstab für internationale Zahlungen genutzt werden kann.
Für Hyundai steht vor allem die Geschwindigkeit im Vordergrund. Nach Angaben von Hyundai Card, der Finanzsparte des Konzerns, dauerte die erste internationale Zahlung im Schnitt sieben Minuten.
Das ist ein deutlicher Unterschied zu einer klassischen internationalen Banküberweisung, die häufig drei bis vier Stunden in Anspruch nimmt. Mit dem Einsatz der Blockchain will Hyundai Zahlungen zwischen Tochtergesellschaften schneller abwickeln und zugleich Kosten senken.
Immer mehr große Unternehmen prüfen Stablecoins als Alternative zu bestehenden Zahlungsnetzwerken. Während die Technologie jahrelang vor allem im Kryptosektor genutzt wurde, wächst inzwischen auch das Interesse multinationaler Konzerne.
Nach Angaben von Lindsey Einhaus, Leiterin Strategie und Operations beim Stablecoin-Unternehmen Bridge, testen immer mehr Firmen Stablecoins für Zahlungen zwischen ausländischen Niederlassungen und für andere internationale Transaktionen.
Hyundai richtet den Blick bereits auf den nächsten Schritt. Noch in diesem Monat startet ein zweiter Pilotversuch bei den europäischen Tochtergesellschaften. Dabei werden Zahlungen in lokalen Währungen getestet; zugleich prüft das Unternehmen, wie viel sich bei Währungswechseln einsparen lässt.
Für diesen Pilotversuch arbeitet Hyundai mit Circle, dem Herausgeber von USDC, sowie dem Zahlungsdienstleister Visa zusammen.
Verläuft auch dieser Pilotversuch erfolgreich, dürfte eine breitere Einführung in den internationalen Finanzprozessen von Hyundai naheliegen. Damit zeigt erneut ein globaler Konzern, dass Blockchain außerhalb des Kryptomarkts zunehmend praktische Anwendung findet.
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