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Die australische Finanzaufsicht Australian Securities and Investments Commission (ASIC) gibt Kryptounternehmen drei zusätzliche Monate, um die bestehenden Lizenzvorgaben zu erfüllen. Unternehmen, die eine Australian-Financial-Services-(AFS)-Lizenz beantragen müssen, haben nun bis zum 30. September Zeit. Ursprünglich war die Frist auf den 30. Juni gesetzt.
Mit der Verlängerung will ASIC den Unternehmen mehr Spielraum geben, die erforderlichen Genehmigungen zu beantragen und sich auf strengere Vorgaben vorzubereiten.
Die Übergangsregelung gilt für Unternehmen, die nach geltendem australischem Recht eine AFS-Lizenz benötigen, um Finanzprodukte oder Finanzdienstleistungen anzubieten. Darunter können auch Betreiber von Handelsplattformen sowie Unternehmen fallen, die Transaktionen abwickeln.
Zudem hat ASIC die Regelung ausgeweitet. Künftig können auch Kryptounternehmen davon profitieren, die über einen autorisierten Vertreter oder im Rahmen einer Kooperation mit einem bereits lizenzierten Unternehmen tätig sind.
Seit die überarbeiteten Leitlinien für digitale Vermögenswerte im Oktober 2025 in Kraft getreten sind, gingen bei der Aufsicht rund 30 Lizenzanträge ein.
Die Fristverlängerung folgt auf eine Klarstellung von ASIC, wonach viele Kryptoprodukte unter das bestehende australische Finanzrecht fallen. Anbieter benötigen daher in vielen Fällen eine AFS-Lizenz, bevor sie ihre Dienste anbieten dürfen.
Diese Auslegung erhielt zuletzt zusätzliche Rückendeckung durch den australischen High Court. Im Verfahren um Block Earner entschied das Gericht, dass ein früheres Krypto-Renditeprodukt nach dem australischen Corporations Act als Finanzprodukt einzustufen ist.
Die befristete Übergangsregelung ist unabhängig vom neuen Digital Asset Framework, das voraussichtlich am 9. April 2027 in Kraft tritt. Ab diesem Zeitpunkt fallen Kryptobörsen und Anbieter von Verwahrdiensten offiziell unter ein eigenes Lizenzsystem für digitale Vermögenswerte.
ASIC weist darauf hin, dass Unternehmen, die jetzt eine Lizenz beantragen, später möglicherweise zusätzliche Genehmigungen benötigen, sobald der neue Rechtsrahmen gilt.
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