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Ivan Turogin und Sergei Potapenko, die Gründer des nun inaktiven Bitcoin-Cloudmining-Unternehmens HashFlare, stehen kurz davor, von Estland an die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Ein früheres Auslieferungsverbot dieser estnischen Bürger, das im November von einem Berufungsgericht verhängt wurde, scheint nun aufgehoben zu sein. Die estnische Regierung hat die notwendigen Bedingungen erfüllt, um die Auslieferung wieder aufzunehmen.
In den USA werden Turogin und Potapenko mit achtzehn Anklagepunkten konfrontiert, darunter Verschwörung, Bankbetrug und Verschwörung zum Geldwäsche. Jeder von ihnen riskiert eine maximale Gefängnisstrafe von zwanzig Jahren. HashFlare, einst ein führendes Unternehmen im Bereich des Cloudminings, soll Berichten zufolge wie ein Ponzi-Schema funktioniert haben.
Die Festnahme des Duos erfolgte im November 2022 in Estland nach einer umfangreichen Untersuchung durch amerikanische und estnische Behörden.
Die Genehmigung der Auslieferung durch die estnische Regierung im September wurde im November erfolgreich angefochten, und das Gericht urteilte, dass die Umstände in amerikanischen Haftanstalten nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Daraufhin wurde beschlossen, dass Turogin und Potapenko finanzielle Entschädigung erhalten sollten.
Kürzlich hat die estnische Regierung jedoch Beweismaterial über die Haftbedingungen in den USA gesammelt, das zeigt, dass die Grundrechte der Einzelpersonen bei einer Auslieferung nicht unverhältnismäßig verletzt würden, so die lokale Nachrichtenquelle Postimees.
HashFlare erzielte vor seiner Insolvenz im Jahr 2019 einen Umsatz von 575 Millionen Dollar. Die Probleme begannen jedoch bereits im Jahr davor, als das Unternehmen einige seiner Miner schloss und behauptete, dass diese nicht rentabel seien.
Das US-Justizministerium hat Turogin und Potpenko beschuldigt, Verträge angeboten zu haben, bei denen Kunden eine Gebühr zahlten, um einen Teil der Miningaktivitäten von HashFlare zu mieten, mit dem Versprechen von Erträgen in virtueller Währung. Allerdings verfügte HashFlare nicht über die behauptete Ausrüstung oder die beworbene Rechenleistung. Wenn Investoren ihre Miningerträge abheben wollten, wurden Zahlungen verzögert oder mit virtueller Währung geleistet, die auf dem offenen Markt gekauft wurde, und nicht mit jener aus den Miningaktivitäten.
Berichten zufolge hat dieser Betrug Hunderttausende von Opfern gemacht. Das US Federal Bureau of Investigation ist aktiv auf der Suche nach diesen Opfern.
Darüber hinaus werden Turogin und Potapenko beschuldigt, 25 Millionen Dollar gesammelt zu haben, um eine digitale Bank namens Polybius zu gründen, ein Plan, der angeblich nie umgesetzt wurde.
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