Aster (ASTER), die dezentrale Börse, die in den vergangenen Wochen rasant auf eine Marktkapitalisierung von mehreren Milliarden Dollar kletterte, steht unter Druck. Der Kurs des ASTER-Tokens ist in dieser Woche deutlich gefallen, nachdem Aster DEX Fehler in seinen Dashboard-Daten eingeräumt hatte. Der Vorfall wirft Fragen nach der Fairness des Belohnungsprogramms und der Verlässlichkeit der von der Börse gemeldeten Handelsvolumen auf.
Diskussion über Dashboard und Volumen
Aster, eine dezentrale Exchange (DEX), die in kurzer Zeit stark an Bekanntheit gewonnen hat, steht in der Kritik. Die Börse hat eingeräumt, dass Nutzer Unstimmigkeiten in den persönlichen Dashboards festgestellt haben. Das Problem soll mit dem sogenannten Team-Boost-Mechanismus zusammenhängen, über den Nutzer durch Handelsaktivitäten ihres Referral-Teams zusätzliche Punkte verdienen können.
„Diese Probleme könnten damit zusammenhängen, wie der Mechanismus präsentiert und beschrieben wurde, was zu Verwirrung geführt haben könnte“, erklärte Aster in einer Mitteilung an die Nutzer.
Der Vorfall kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Das Aster-Genesis-Programm, bei dem 4 Prozent des ASTER-Gesamtangebots per Airdrop verteilt werden, befindet sich in der Schlussphase der zweiten Phase. Das Programm belohnt sowohl Handel als auch Referrals und läuft bis zum 5. Oktober 2025. Da einige Trader mit Hebelpositionen agieren, sind transparente Daten aus Sicht der Community entscheidend.
Zusätzliche Fragen kamen auf, als Aster behauptete, innerhalb einer Woche ein Handelsvolumen von 560 Milliarden Dollar verarbeitet zu haben. Unabhängige Plattformen wie Dune und DefiLlama meldeten deutlich niedrigere Werte, was die Debatte über mögliche Volumenmanipulation weiter anheizte.
Technisches Bild: ASTER
Die Kritik – oder FUD (Fear, Uncertainty and Doubt), wie es in der Kryptowelt oft heißt – kommt in einer Phase, in der der ASTER-Kurs unter Druck steht. Nachdem in der vergangenen Woche ein Hoch von über 2,40 Dollar erreicht wurde, fiel der Kurs in den letzten Tagen bis auf 1,50 Dollar.

Inzwischen notiert der Kurs wieder über 1,70 Dollar, und einige Analysten sehen Anzeichen für eine mögliche Erholung. Im Stundenchart bewegt sich der Preis seit dem 24. September in einer sogenannten Falling-Wedge-Formation. Das ist in der Regel ein bullisches Muster. Ein Ausbruch über die Zone um 1,80 Dollar könnte ihrer Ansicht nach den Weg für einen Anstieg in Richtung der jüngsten Hochs freimachen.
Der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao ist Berater von Aster und äußerte sich zur aktuellen Korrektur: „Märkte versuchen immer, die schwachen Hände abzuschütteln. Die Basis/Unterstützung ist ohne sie viel stabiler.“
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