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Synapse (SYN) zählt plötzlich zu den gefragtesten Kryptowährungen unter niederländischen Anlegern. Der Token legte in den vergangenen sieben Tagen um mehr als 50 Prozent zu und ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine der meistgehandeltsten Coins auf Bitvavo. Seit dem Tiefpunkt Ende Mai beläuft sich das Plus sogar auf mehrere Hundert Prozent.

Der kräftige Kursanstieg hat das Handelsvolumen von SYN deutlich erhöht. Auf Bitvavo wird der Coin derzeit nur von einigen Schwergewichten wie XRP und BTC übertroffen. Das ist bemerkenswert, denn Synapse kommt mit rund 90 Millionen Dollar auf eine vergleichsweise geringe Marktkapitalisierung. Ein plötzlicher Kapitalzufluss kann deshalb starke Kursbewegungen auslösen.

Synapse wurde ursprünglich als sogenanntes Bridge-Protocol konzipiert, das verschiedene Blockchains miteinander verbindet. Über das Netzwerk können Nutzer Kryptowährungen zwischen verschiedenen Blockchains transferieren und wechseln. Der SYN-Token regelt die Verwaltung des Protokolls, verteilt Belohnungen und deckt anfallende Gebühren im Ökosystem ab.
Inzwischen richtet sich das Projekt verstärkt auf Hypercall aus. Dabei handelt es sich um eine vom Synapse-Team entwickelte Handelsplattform für Optionen, die Transaktionen über die Derivateplattform Hyperliquid abwickelt. Optionen sind Finanzkontrakte, mit denen Händler auf künftige Kursbewegungen setzen können. Hypercall will diesen Markt vollständig über Blockchain-Technologie zugänglich machen.
Der Hype um SYN gewann an Fahrt, nachdem eine Wallet, die dem BitMEX-Gründer Arthur Hayes zugeordnet wird, 6,16 Millionen SYN kaufte. Die Transaktion hatte einen Wert von rund 2,2 Millionen Dollar und erfolgte zu einem Durchschnittspreis von etwa 0,357 Dollar.
Hayes hatte sich zuvor bereits früh positiv zu unter anderem Ethena (ENA), Hyperliquid (HYPE) und Zcash (ZEC) geäußert, die später deutliche Kursanstiege verzeichneten.
Hayes stellte sich zudem öffentlich hinter Hypercall. Seiner Ansicht nach kann die Plattform langfristig mit Deribit konkurrieren, einem der größten Handelsplätze für Krypto-Optionen. Er verwies unter anderem auf die vergleichsweise niedrige Bewertung von SYN und das Fehlen größerer künftiger Token-Freigaben.
Der Kauf gilt als klares Vertrauenssignal, ist aber keine Garantie für weitere Kursanstiege. Auch Hayes’ Optimismus ist mit Vorsicht zu genießen.
Auch wenn Hayes über viel Erfahrung verfügt und regelmäßig früh auf Trends setzt, liegt er bisweilen daneben. So prognostizierte er im März, dass Bitcoin noch in diesem Jahr auf 750.000 Dollar steigen könne. Das Jahr ist zwar noch nicht vorbei, doch dieses Szenario wirkt inzwischen äußerst unwahrscheinlich.
SYN notiert trotz der jüngsten Erholung weiterhin mehr als 90 Prozent unter seinem Rekordhoch von 4,92 Dollar, das der Token 2021 erreichte. Wegen der geringen Marktkapitalisierung bleibt der Token zudem anfällig für starke Schwankungen.
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