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Eine nationale Bitcoin-Reserve könnte ein mächtiges politisches Instrument werden, behauptet Arthur Hayes, Chief Investment Officer des Maelstrom Fund. In einem Blogbeitrag vom 6. Februar stellt er fest, dass eine solche Reserve letztlich negative Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben könnte.
Laut Hayes ist es ein Fehler, die US-Regierung aufzufordern, Dollar zu drucken und damit Bitcoin als Teil einer nationalen strategischen Reserve zu kaufen. „Viele fehlgeleitete Krypto-Anhänger hoffen, dass die US-Regierung eine Bitcoin-Reserve aufbaut, aber ich glaube, sie fordern die falschen Dinge“, so Hayes.
Hayes warnt davor, dass eine nationale Bitcoin-Reserve lediglich ein finanzieller Vermögenswert wäre, der jederzeit verkauft werden könnte. „Es könnten einfach 1 Million Bitcoin dort liegen, bereit zum Verkauf; alles, was es bräuchte, wäre eine Unterschrift auf einem Stück Papier“, erklärt er.
Hayes zeichnet ein Szenario, in dem eine Bitcoin-Reserve als politisches Instrument eingesetzt werden könnte. Wenn es Präsident Donald Trump bis 2026 nicht gelingt, die Inflation einzudämmen, Kriege zu beenden und die Nahrungsmittelversorgung zu verbessern, könnten die Demokraten dies möglicherweise ausnutzen und die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewinnen. Laut Hayes könnten sie dann die Krypto-Investoren, die Trump 2024 unterstützt haben, „bestrafen“, indem sie die Bitcoin-Reserve liquidieren.
Nicht alle teilen Hayes‘ pessimistische Sichtweise. Der Vermögensverwalter VanEck prognostizierte kürzlich, dass eine Bitcoin-Reserve die US-Staatsverschuldung bis 2049 um 35 % reduzieren könnte. Darüber hinaus glaubt Michael Saylor von MicroStrategy, dass eine nationale Bitcoin-Reserve den US-Dollar stärken und die USA als führende Nation in der digitalen Wirtschaft des 21. Jahrhunderts positionieren würde.
Hayes erkennt an, dass Bitcoin theoretisch eine bessere Schatzreserve sein könnte als die meisten anderen Vermögenswerte, dank des unveränderlichen Codes des Netzwerks, des offenen Zugangs und seiner Rolle als ultimative Form monetärer Energie. Dennoch bleibt er skeptisch gegenüber dem politischen Einfluss, den eine Bitcoin-Reserve mit sich bringen könnte.
Bitcoin spielt eine zunehmend größere Rolle in geopolitischen Machtverhältnissen und wirtschaftlichen Sanktionen. Länder wie Russland und Iran haben Bitcoin und andere Kryptowährungen genutzt, um Sanktionen zu umgehen und internationale Transaktionen abzuwickeln, ohne auf traditionelle Finanzsysteme angewiesen zu sein. Dies hat in westlichen Ländern Besorgnis ausgelöst, da sie befürchten, dass Bitcoin als Instrument zur Abwehr wirtschaftlichen Drucks eingesetzt werden könnte.
Darüber hinaus betrachten einige Länder Bitcoin als strategische Reserve, um sich gegen Inflation und die Dominanz des US-Dollars zu schützen. Dies hat zu Experimenten mit Bitcoin als nationalem Zahlungsmittel – wie in El Salvador – und zu Diskussionen über den Einsatz digitaler Vermögenswerte als Alternative zu traditionellen Reservewährungen geführt.
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