Apple hat Anleger mit einem Rekordumsatz und einer deutlich höheren Wachstumsprognose überrascht, als Analysten erwartet hatten. Dennoch herrscht an der Börse Zurückhaltung. Steigende Kosten und Lieferprobleme drohen die Gewinnmarge des Technologieriesen zu belasten.
iPhone und China treiben Umsatz auf Rekordniveau
Apple hat im vergangenen Quartal, das im Dezember endete, einen Umsatz von 143,8 Milliarden Dollar erzielt. Das sind sechzehn Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über den 138,4 Milliarden Dollar, die Analysten erwartet hatten. Der iPhone-Verkauf war erneut der Haupttreiber und brachte 85,3 Milliarden Dollar ein, ein Anstieg um dreiundzwanzig Prozent.
CEO Tim Cook sprach vom „besten iPhone-Quartal aller Zeiten“. Besonders die iPhone 17 Pro-Modelle waren weltweit gefragt. Bemerkenswert war das Wachstum in China, wo der Umsatz um achtunddreißig Prozent auf 25,5 Milliarden Dollar stieg. Damit eroberte Apple die Spitzenposition im Smartphone-Markt zurück und verdrängte Samsung.
Steigende Chippreise und Produktionsprobleme belasten Marge
Obwohl Apple starke Zahlen präsentierte, gibt es auch eine Warnung. Die Kosten steigen, vor allem durch die höheren Preise für Speicherchips. Während die Auswirkungen im vorherigen Quartal noch gering waren, erwartet Apple nun, dass die Margen deutlich unter Druck geraten. Auch Importzölle beeinflussen das Ergebnis. Allein in der Feiertagssaison führte dies zu einem finanziellen Rückschlag von 1,4 Milliarden Dollar.
Zudem kämpft Apple mit Lieferproblemen. Die Produktion des neuen Drei-Nanometer-Chips, der für das iPhone entscheidend ist, verläuft schleppend. Auch bei den AirPods Pro 3 gibt es Engpässe aufgrund von Teileknappheit.
Börse reagiert zurückhaltend trotz starker Prognose
Apple rechnet im laufenden Quartal mit einem Umsatzwachstum von dreizehn bis sechzehn Prozent. Das liegt deutlich über den zehn Prozent, die Analysten an der Wall Street erwartet hatten. Trotzdem blieb die Reaktion an der Börse verhalten. Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie nur um ein halbes Prozent.
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