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Analysten an der Wall Street bleiben für den US-Aktienmarkt auffallend optimistisch. Obwohl der S&P 500 zuletzt ein neues Rekordhoch erreicht hat, trauen sie dem Index in den kommenden zwölf Monaten im Schnitt noch einen Anstieg von gut 21 Prozent zu. Als wichtigste Kandidaten für weitere Kursgewinne gelten vor allem Technologieunternehmen und Kommunikationsdienste.
Aus Daten von FactSet geht hervor, dass Analysten für den S&P 500 ein durchschnittliches Kursziel von 8.918 Punkten ansetzen. Das liegt 21,2 Prozent über dem Schlussstand von 7.357 Punkten am 25. Juni.
Das Kursziel basiert auf den medianen Kurszielen der Analysten für alle Unternehmen im Index. Aus der Bündelung dieser Einzelprognosen ergibt sich ein sogenanntes Bottom-up-Kursziel für den gesamten S&P 500.
Auffällig ist, dass Analysten für alle elf Sektoren des Index einen Anstieg von mindestens zehn Prozent erwarten.
Das größte Potenzial sehen sie in:
Am anderen Ende fallen die Erwartungen für die Sektoren Industrie und Immobilien etwas verhaltener aus. Dennoch rechnen Analysten auch dort weiterhin mit einem durchschnittlichen Plus von 10,2 beziehungsweise 10,5 Prozent.
Seit Ende März wurde das durchschnittliche Kursziel für den S&P 500 zudem um sieben Prozent angehoben. Vor allem der Technologiesektor erhielt in diesem Zeitraum eine deutliche Aufwertung.
Auf Unternehmensebene sticht Palantir Technologies klar hervor. Für das KI-Unternehmen sehen Analysten ein durchschnittliches Kursziel von 200 Dollar, nach einem Schlusskurs von gut 107 Dollar. Daraus ergibt sich ein erwartetes Aufwärtspotenzial von 86,4 Prozent.
Auch Cognizant, Intuit, Leidos, Autodesk, Trimble, Boston Scientific, Charter Communications, Netflix und Oracle zählen zu den Unternehmen, denen Analysten besonders viel Kursspielraum zutrauen.
Auffällig ist, dass mehrere bekannte Chipunternehmen am unteren Ende der Rangliste stehen. Für Sandisk erwarten Analysten im Schnitt noch einen Rückgang von mehr als 27 Prozent. Auch Fortinet, Intel, Applied Materials, Lam Research, Teradyne und Marvell zählen zu den Unternehmen, deren durchschnittliches Kursziel inzwischen unter dem aktuellen Börsenkurs liegt.
Die Zahlen zeigen, dass Analysten trotz der starken Börsenrally der vergangenen Monate weiter mit steigenden Kursen rechnen. Technologie bleibt dabei der klare Favorit, während Teile der Halbleiterbranche nach den aktuellen Erwartungen bereits etwas zu weit vorausgelaufen sind.
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