Mit einem kräftigen Kursanstieg Ende 2024 schien XRP bereit für einen Durchbruch im Jahr 2025. Dennoch blieb dieser aus, trotz Erwartungen, dass die Kryptowährung neue Höhen erreichen würde. Was steckt hinter diesem plötzlichen Stillstand, und warum glauben Marktbeobachter, dass der eigentliche Wendepunkt noch bevorsteht?
SEC gegen Ripple blieb ein bedeutender Hemmfaktor
Im Januar erreichte die Kryptowährung noch 3,4 Dollar, woraufhin einige Marktbeobachter Kursziele von 10 oder sogar 15 Dollar nannten. Doch der Anstieg hielt nicht an. XRP schwankt nun um 2,08 Dollar und weist damit in diesem Jahr nur einen minimalen Gewinn von 0,5 Prozent auf. Laut Marktbeobachter Zach Rector liegt das nicht an mangelndem Interesse, sondern an einer Reihe von Verzögerungen, die das ganze Jahr über andauerten.
Einer der größten Faktoren war laut ihm der langwierige Rechtsstreit zwischen der Aufsichtsbehörde SEC und Ripple. Der Fall wurde erst im August 2025 formell beendet, als beide Parteien ihre letzten Berufungen zurückzogen. Dies geschah später als erwartet, da SEC-Vorsitzender Gary Gensler kurz vor seinem Abgang noch eine zusätzliche Berufung einlegte. Laut Rector verstärkte dieser Schritt die Unsicherheit rund um XRP länger, als Anleger erwartet hatten.
ETF-Verzögerungen als zusätzliche Hürde für XRP
Auch das Ausbleiben von XRP-Spot-ETFs spielte eine Rolle. Solange der Rechtsstreit andauerte, konnten Herausgeber keine neuen Produkte einführen. Erst nach dem Abschluss des rechtlichen Verfahrens wurden die notwendigen S1-Dokumente aktualisiert, doch die ETFs kamen schließlich erst im November auf den Markt. Ein Regierungsstillstand sorgte zudem für zusätzliche Verzögerungen, sodass der Kapitalzufluss relativ spät einsetzte.
Clarity Act bleibt in der Schwebe
Rector erwartet weiterhin höhere Niveaus für XRP und hält an früheren Kurszielen um die 7 Dollar fest, mit der Aussicht auf eine mögliche Bewegung in Richtung 15 bis 20 Dollar. Doch er meint, dass Anleger erst 2026 mit neuen großen Schritten rechnen sollten.
Der dritte und seiner Meinung nach größte hemmende Faktor ist das Ausbleiben des sogenannten Clarity Act. Dieser Gesetzentwurf soll Klarheit über die rechtliche Einordnung von Kryptowährungen und die Art und Weise ihres Umgangs durch Banken schaffen. Außerhalb der Vereinigten Staaten nutzen Finanzinstitute bereits Ripples ODL-System, aber amerikanische Banken warten auf die Regulierung.
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