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Der US-amerikanische Kryptoanalyst Benjamin Cowen erwartet, dass Bitcoin und Altcoins im September eine Korrektur durchlaufen könnten. Seiner Ansicht nach könnte ausgerechnet eine Zinssenkung durch die Federal Reserve, die von vielen Anlegern als positiv angesehen wird, Druck auf den Markt ausüben.
Cowen weist darauf hin, dass Zinssenkungen oft zu höheren Renditen bei langlaufenden Staatsanleihen führen, wie etwa der Zehnjahresrendite. Das liegt daran, dass Anleger eine höhere Entschädigung für das Risiko steigender Inflation verlangen.
„Altcoins werden wahrscheinlich im September eine Korrektur in ihren Paaren mit dem Dollar erleben, weil ich denke, dass Bitcoin dann zur Bull Market Support Band zurückkehrt“, sagt Cowen. Diese Unterstützungszone ist ein technischer Indikator, der durch den Durchschnitt der letzten 20 und 21 Wochen gebildet wird.
Laut Cowen haben die Märkte Zinssenkungen oft bereits eingepreist, bevor sie stattfinden. Senkt die Fed die Zinsen tatsächlich, kann der Anleihemarkt negativ reagieren. „Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass die Zehnjahresrendite dann steigt, und das könnte der Auslöser für einen Rückgang des Bitcoin-Kurses sein“, so der Analyst.
Dieses Szenario passt zu den jüngsten Inflationsdaten. In der vergangenen Woche fiel der Produzentenpreisindex (PPI) höher aus als erwartet, was auf zunehmenden Preisdruck hinweist. Cowen denkt, dass dies die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die langen Renditen weiter steigen, mit Folgen für Risikoanlagen, darunter Bitcoin und andere Kryptowährungen.
Sollten wir folglich doch nicht auf die Zinssenkungen hoffen, für die Donald Trump so vehement drängt? Das scheint Benjamin Cowen hier zu behaupten.
Und in gewisser Weise ist das natürlich logisch. Wenn Anleger wissen, dass die Zentralbank alles tun wird, um die Zinsen zu senken und die Wirtschaft zu stimulieren, geht das wahrscheinlich zulasten des US-Dollars.
Dadurch wird man weniger erpicht darauf sein, US-Dollar zu halten. Besonders bei Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten, bei denen man sein Schicksal praktisch für 10 bis 30 Jahre in die Hände der Staatsfinanzen legt.
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