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Der US-Aktienmarkt steht unter Druck. Einem bekannten Marktanalysten zufolge könnte der S&P 500, der wichtigste Börsenindex der Vereinigten Staaten, in den kommenden Wochen eine deutlich stärkere Korrektur erleben. Nach dem Durchbrechen mehrerer wichtiger technischer Niveaus steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Verluste.

Diese Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger bereits durch die jüngste Verkaufswelle an der Wall Street nervös sind. Am Freitag schloss der S&P 500 bei 7.383 Punkten, was einem Rückgang von über zwei Prozent an einem Handelstag entspricht. Laut Analysten könnte dies erst der Anfang sein.

S&P 500 durchbricht wichtige Unterstützungsniveaus

Laut TradingShot, einem Analysten bei TradingView, hat sich das technische Bild erheblich verschlechtert, nachdem der S&P 500 an einem einzigen Handelstag sowohl unter den 100-Tage- als auch unter den 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt auf dem 4-Stunden-Chart gefallen ist.

Grafiek van de S&P 500 op de vieruursgrafiek. De index breekt onder het 100- en 200-periodes voortschrijdend gemiddelde. De steun rond 7.340 punten staat onder druk, terwijl mogelijke koersdoelen van 7.220 en 7.015 punten worden aangegeven.
S&P 500 testet entscheidende Unterstützungslinie bei rund 7.340 Punkten (Quelle: TradingView)

Dies geschah zum ersten Mal seit Anfang April. Gleichzeitig verwandelte sich ein früherer Unterstützungsbereich um den 50-Perioden-Durchschnitt in einen Widerstand. Dadurch nahm der Verkaufsdruck schnell zu.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Niveau von 7.340 Punkten. Laut dem Analysten ist dies derzeit die wichtigste Unterstützungszone für den Index. Fällt der S&P 500 dort überzeugend darunter, könnte eine größere Korrektur bestätigt werden.

In diesem Szenario rückt ein Rückgang in Richtung 7.220 Punkte in den Fokus. Dieses Niveau entspricht dem 50-Tage-Durchschnitt, einem Indikator, der häufig verwendet wird, um den mittelfristigen Trend zu beurteilen.

Warum Anleger plötzlich massiv verkaufen

Die jüngste Abschwächung an den Börsen folgte auf überraschend starke Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten. Die Zahlen zeigten, dass im Mai 172.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, während Ökonomen mit etwa 85.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet hatten.

Ein robuster Arbeitsmarkt verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank in Kürze die Zinsen senkt. Höhere Zinsen wirken sich in der Regel ungünstig auf Aktien aus, da die Finanzierungskosten steigen und zukünftige Gewinne an Wert verlieren.

Vor allem Technologieaktien erlitten schwere Verluste. Nvidia büßte etwa sechs Prozent ein. Broadcom sank um fast acht Prozent und bei Micron Technology verdampfte sogar mehr als dreizehn Prozent des Börsenwerts.

Durch die Verkaufswelle ging schätzungsweise eine Marktwert von etwa 1,8 Billionen Dollar bei Unternehmen im S&P 500 verloren.

Ist eine Erholung noch möglich?

Dennoch sind nicht alle Signale negativ. Der Relative Strength Index (RSI), ein vielgenutzter Momentum-Indikator, fiel auf dem Vier-Stunden-Chart unter die Grenze von 30. Dies deutet auf eine sogenannte Überverkauft-Situation hin, bei der häufig eine vorübergehende Erholung auftritt.

Laut TradingShot könnte der Index daher zunächst eine Erholungsbewegung zeigen, bevor die nächste Richtung gewählt wird. Sollte der Verkaufsdruck jedoch anhalten und die Unterstützung um 7.340 Punkte brechen, rückt nicht nur 7.220 Punkte in den Fokus.

Ein weiterer Rückgang könnte den S&P 500 sogar in Richtung 7.015 Punkte zurückführen. Dieses Niveau diente in früheren Bullenmärkten regelmäßig als wichtige Unterstützungszone.

Selbst bei einem solchen Rückfall würde der langfristige Trend laut dem Analysten allerdings nicht direkt gebrochen werden. Der Anstieg, den der Index im April und Mai verzeichnete, bliebe dann weitgehend intakt.

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