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Die US-Regierung verschuldet sich mehr denn je. Neue Zahlen zeigen, dass die Gesamtstaatsverschuldung weiterhin steigt und inzwischen astronomische Ausmaße erreicht hat. Investoren und Entscheidungsträger sind besorgt: Wie lange ist das noch tragbar? Und was bedeutet das für die Finanzmärkte?
Die US-Staatsverschuldung hat ein neues Rekordniveau von 38,5 Billionen Dollar erreicht, wie aus Daten der US Debt Clock hervorgeht. Diese Situation entspricht mehr als 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), einem Niveau, das normalerweise mit finanziell angeschlagenen Ländern assoziiert wird.
Zum Vergleich: Laut der Niederländischen Zentralbank (DNB) betrug die niederländische Staatsverschuldung 2024 nur 43 Prozent des BIP.
Die Verschuldung ist das Ergebnis jahrelanger staatlicher Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Sozialprogramme, ergänzt durch die enormen Kosten während der COVID-19-Pandemie.
Über 70 Prozent der Schulden befinden sich im Besitz von US-Investoren und Institutionen. Der Rest verteilt sich auf Länder wie Japan, China und das Vereinigte Königreich.
Die Zinsbelastungen steigen rapide an. Bei den aktuellen Zinssätzen zahlt die US-Regierung inzwischen mehr als 1 Billion Dollar pro Jahr allein an Zinsen. Das übersteigt das gesamte Verteidigungsbudget.
Das ist auch ein Grund, warum Präsident Donald Trump wiederholt niedrigere Zinsen gefordert hat. Im Mai wird zudem ein neuer Vorsitzender der Zentralbank, der Federal Reserve (Fed), ernannt. Trump hat bereits angedeutet, dass er jemanden wählen möchte, der die Zinsen aktiv senken will.
Interessanterweise hat seine eigene Politik dies erschwert. Der aktuelle Vorsitzende Jerome Powell erklärte zuvor, dass Trumps Handelspolitik, einschließlich der hohen Importzölle, Zinssenkungen aufgrund der höheren Inflation verzögert hat.
Die hohe Verschuldung wirkt sich auch auf den Anleihemarkt aus. Da die Regierung immer mehr leihen muss, werden ständig neue Staatsanleihen ausgegeben. Dieses größere Angebot führt dazu, dass Investoren höhere Renditen verlangen, insbesondere da die Inflationserwartungen steigen. Dies führt zu steigenden Zinsen auf langfristige Anleihen.
Wenn die Zentralbank gleichzeitig die kurzfristigen Zinsen niedrig hält, entsteht eine steilere Zinskurve. Das ist typisch für das problematische Phänomen der fiskalischen Dominanz. Die Federal Reserve verliert dann die Kontrolle über die Zinspolitik, da die Aufrechterhaltung der Staatsverschuldung wichtiger wird als die Bekämpfung der Inflation.
Als ob das nicht genug wäre, könnte ein neuer Impuls für die Verschuldung hinzukommen. Im Juli 2025 wurde das sogenannte “Big Beautiful Bill” verabschiedet, ein Plan von Donald Trump, der zahlreiche Steuervergünstigungen aus dem Jahr 2017 dauerhaft macht und neue Senkungen hinzufügt.
Laut dem unabhängigen Budgetbüro CBO kostet dieses Gesetz zwischen 2,4 und 3 Billionen Dollar an zusätzlichen Defiziten im Zeitraum von 2025 bis 2034. In einem Szenario, in dem noch mehr temporäre Maßnahmen dauerhaft werden, könnte das auf über 5 Billionen Dollar ansteigen.
Bei solch hohen Schulden greifen Regierungen historisch oft zu Inflation als Ausweg. Durch das Drucken von Geld oder das Schwächen der Währung sinkt der reale Wert der Schulden. Das beeinträchtigt jedoch zugleich die Kaufkraft der Bürger.
In solchen Situationen suchen Investoren Zuflucht in knappen und wertbeständigen Vermögenswerten wie Gold und Bitcoin (BTC). Gold stieg im vergangenen Jahr bereits um fast 70 Prozent, auch weil Länder wie China enorme Mengen des Edelmetalls aufkauften, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.
Auch BTC steigt wieder, nach einer massiven Korrektur im vierten Quartal. In der vergangenen Woche legte der Bitcoin Kurs um 6,7 Prozent zu.
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