Lange Zeit lief es hervorragend mit der US-Wirtschaft. Doch in letzter Zeit fallen die Wirtschaftsdaten schlechter aus als erwartet, und nun gibt es sogar ein Modell der Zentralbank, das auf eine Schrumpfung der Wirtschaft um -2,8 % im ersten Quartal 2025 hinweist. Steckt Amerika möglicherweise in einer Rezession? Und was bedeutet das für Bitcoin?
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Schwere wirtschaftliche Schrumpfung prognostiziert
Nicht nur der Bitcoin-Kurs war in den letzten Wochen volatil, auch die US-Wirtschaft macht seltsame Sprünge. Anfang Februar zeigte das GDPNow-Modell der Atlanta Federal Reserve, einer Abteilung der US-Zentralbank, noch ein Wachstum von +3,9 % für das erste Quartal 2025 an.
Nun sind einige Wochen und mehrere neue Wirtschaftsdaten vergangen, und plötzlich steht eine erschreckende -2,8 % auf den Anzeigetafeln. Siehe die grüne Linie in der untenstehenden Grafik für den drastischen Rückgang der prognostizierten Wirtschaftsentwicklung.

Ein Teil dieses Rückgangs ist auf das größte Handelsdefizit in der Geschichte der USA zurückzuführen, das im Januar 153 Milliarden Dollar betrug – ein Anstieg von 25,6 % im Vergleich zum Dezember. Das bedeutet, dass die USA im Januar viel mehr importierten als exportierten.
Dies ist wahrscheinlich eine Folge von Trumps Handelskrieg, da Unternehmen aufgrund der Unsicherheit über die kommenden Monate bereits Vorräte anlegen, unter anderem im Hinblick auf eine mögliche Inflation durch seine Importzölle.
Ein Teil des Rückgangs der prognostizierten Wirtschaftsentwicklung hat also eine klare Erklärung, die nicht sofort auf eine wirtschaftliche Schwäche hindeutet. Gleichzeitig gibt es jedoch weitere Faktoren, die eine Rolle spielen. So ist der Konsum geschwächt, es gab gestern schwache Zahlen aus der US-Industrie, der Dienstleistungssektor schrumpfte erstmals seit zwei Jahren, und immer mehr Wirtschaftsdaten überraschen negativ (blaue Linie in der untenstehenden Grafik).

Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?
Grundsätzlich ist eine schwächelnde US-Wirtschaft nicht gut für den Bitcoin-Kurs. Die Kursrückgänge in der vergangenen Nacht, die Bitcoin erneut auf 84.000 Dollar brachten, sind höchstwahrscheinlich auf die Angst vor einer Rezession zurückzuführen.
Glücklicherweise ist die Lage nicht so katastrophal, wie das GDPNow-Modell vermuten lässt (wirtschaftliche Schrumpfung um -2,8 %). Wie man sehen kann, ist das Modell recht volatil, und es bleibt abzuwarten, inwieweit die US-Wirtschaft tatsächlich schrumpfen wird.
Gleichzeitig führt die schlechte Wirtschaftslage dazu, dass die Marktzinsen für Staatsanleihen sinken (weiße Linie, untenstehende Grafik). Und niedrigere Zinsen haben eine stimulierende Wirkung auf die wirtschaftliche Aktivität. Wie man sehen kann, kamen wir im Dezember von hohen Zinsen – damals hatte der Markt Angst vor Inflation und rechnete nicht mit Zinssenkungen –, während sich das Bild jetzt in die entgegengesetzte Richtung bewegt.

Theoretisch schaffen diese niedrigeren Zinsen ein günstigeres Finanzumfeld, das der Wirtschaft neuen Schwung verleihen könnte. Das ist auch der Grund, warum es gefährlich ist, immer nur den aktuellen Trends hinterherzulaufen. Denn genau in den Momenten, in denen man am meisten von Bitcoin überzeugt ist oder überhaupt kein Vertrauen mehr hat, bewegt sich der Markt oft in die entgegengesetzte Richtung.
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